Spendenübergabe an der Dr.-Walter-Bruch-Schule in St. Wendel

Spende : Schüler und Lehrer erlaufen 14 000 Euro für Projekte in Kenia

Mit den vereinten Kräften der drei Standorte – als da wären der technische, der soziale sowie der kaufmännische Bereich – erliefen Schüler der St. Wendeler Dr.-Walter-Bruch-Schule eine Summe von knapp 14 000 Euro.

Das Geld fließt als Spende in ein Wasserprojekt in Kenia und wurde jetzt symbolisch übergeben.

Im März hatten die Schüler der Oberstufengymnasien während ihres Spendenlaufs „H2GO“ Runde um Runde um den Sportplatz am technisch-gewerblichem Berufsbildungszentrum gedreht. Von den 1700 Schülern der drei Schulen schnürten 1200 ihre Turnschuhe, während die übrigen am Rande Beifall klatschten, erzählt Kerstin Könicke, Lehrerin und gemeinsam  mit Carmen Spies eine der beiden Initiatorinnen des Projekts.

Doch nicht nur Schüler, auch Lehrer liefen für den guten Zweck, erinnern sich Lukas Klemm (17) und Phillip Eichhorst (18). Und was ist als Schüler schon befriedigender als den eigenen Lehrer hinter sich zu lassen? Auch einige Eltern, die den Schülern und den beiden Lehrerinnen bei der Organisation des Projekts behilflich waren, schlossen sich den Läufern an. Insgesamt brachten die Beteiligten rund 6500 Runden zustande. Für jede gelaufene Runde erhöhte sich der Spendenbetrag um eine zuvor festgelegte Summe.

Von 8 bis 15 Uhr gingen jeweils stundenweise Schüler aus drei Klassen auf die Bahn. Dabei lag die Bestleistung bei 42 Runden. Eine saubere Leistung – in doppelter Hinsicht. Denn das ganze Event ging über die Bühne, ohne dass „mehr als eine viertel Tüte Müll“ hinterlassen wurde, wie Könicke betonte. Die besten Läufer wurden am Freitag im kaufmännischen Berufsbildungszentrum geehrt. Gleichzeitig wurde die erlaufene Summe dem Rotary Club St. Wendel übergeben – symbolisch in Form von 14 Wasserflaschen, wobei jede stellvertretend für 1000 Euro stand.

Zuvor hatten Schüler das vergangene Schuljahr hindurch im Unterricht verschiedene Projekte zum Thema Wasser erarbeitet. Damit nahmen sie ebenfalls an einem Wettbewerb des Rotary Clubs teil, wobei der sozialpflegerische Bereich sich den ersten Platz sichern konnte. Ein moderner und professioneller Wasserspender war der Preis.

Um einen aktuellen Aufhänger für eine selbstgestaltete Zeitung zur Wasserthematik zu kreieren sowie den Gefallen zu erwidern, entstand die Idee für den Spendenlauf in Kooperation mit Rotary. Diese unterstützen in Rarieda, einer der ärmsten Regionen Kenias, insbesondere Jugendliche und Frauen und versuchen, die Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Lebensverhältnisse selbst verbessern zu können. Denn Entwicklungshilfe ist für Rotary-Mitglied Michael Finkler „Mitarbeit mit den Menschen auf Augenhöhe und nicht von oben herab“. Der Mangel an sauberem Wasser sei eine Ursache für viele Probleme, die  die Region plagen, unter anderem für die Ausbreitung infektionsbedingter Krankheiten. Mit der Spende will der Rotary Club dagegen ankämpfen und die Menschen vor Ort mit gesundem Wasser versorgen.

Carmen Spies verrät, dass auch für das nächste Jahr wieder ein Spendenlauf geplant sei. Der Fokus verschiebe sich voraussichtlich jedoch auf eher lokale Projekte.