SPD Winterbach will Hab und Gut der Bürger vor Starkregen geschützt sehen

Stadtverwaltung soll aktiv werden : Winterbacher SPD fordert Hochwasserschutzkonzept

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, Garagen und Wohnungen. Vor gut einem Monat wurde Winterbach heftig von Sturm und Hagel getroffen. Nun macht sich die SPD Winterbach für ein entsprechendes Hochwasserschutzkonzept stark und fordert die St.

Wendeler Stadtverwaltung auf, tätig zu werden.

Vor Jahresfrist war Winterbach schon einmal von einem Starkregen heimgesucht worden. Damals wies die Landesregierung den Ort als besonders betroffenes Gebiet aus. Daran erinnert Andrea Paliot, Vorsitzende der Winterbacher Sozialdenmokraten. Mehrere Haushalte hätten mit Hochwasserschäden zu kämpfen gehabt und nicht alle Schäden seien durch eine Elementarversicherung abgedeckt gewesen. Zwar hätte die Stadtverwaltung hernach die Abwasserschächte im Ort reinigen lassen, im Bereich der betroffenen Langwiesstraße den Ursachen nachgespürt und verschiedene Maßnahmen angeschoben –  wie die Reinigung des Bachlaufs oder die Inspektion des Kanals. Aber eine Hochwassergefährdungsanalyse sei nicht gemacht worden.

Anfang August nun wurde Winterbach wie eingangs erwähnt erneut von Sturm und Hagel getroffen. „Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass das nicht der letzte Starkregen war, der Winterbach heimgesucht hat“, sagt Paliot. „Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung diesen zweiten Sturm zum Anlass nimmt, eine solche Analyse unter Anhörung der Winterbacher Bürger in Angriff zu nehmen.“ Es gehe in erster Linie um den Schutz von Hab und Gut der Betroffenen. „Im Vordergrund eines solchen Konzeptes könnten Maßnahmen wie die Erhaltung des Winterbacher Schutzwaldes im Bereich Am Girmesberg/Am Mecherswald, die Überprüfung der Volumina der Kanäle und deren ungehinderter Durchfluss oder die Reinigung der Bachläufe stehen“, erklärt die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins.

Auch stelle sich die Frage, ob der Kanal unter der L 133 in Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet „Auf Mühlenacht“ noch ausreichend kalkuliert ist. Diese und weitere Fragen müssten geklärt werden, um die Winterbacher Bevölkerung zukünftig vor Überschwemmungen zu schützen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung