So war's beim zweiten Street-Food-Festival in St. Wendel

Hmm,lecker : Das große Schlemmen auf der Mott

Wer seinem Geschmackssinn ein wenig Abwechslung bieten wollte, war beim zweiten St. Wendeler Street-Food-Festival an der richtigen Adresse.

Die Besucher ließen es sich beim zweiten Street-Food-Festival auf der Mott in St. Wendel schmecken. Trotz leicht gesalzener Preise freuten sich die Straßenköche über viele Gäste, die sich durch die regionale und internationale Küche futterten. Mit dem typischen asiatischen Lächeln in den Mundwinkeln präsentierte Guna aus Sri Lanka seine Köstlichkeiten. „Alles was ich für den Freitag vorbereitet hatte, war weg“, freute sich Straßenkoch Guna Samante am Eröffnungstag über die große Nachfrage. Kokos-Pfannkuchen, Süßkartoffeln-Curry mit schwarzen Linsen oder ein Roti gefüllt mit Gemüsecurry – seine Gerichte aus der singhalesischen Küche seien „ein Essen für die Seele“. Aber von wegen Fast Food. Lange Schlangen bildeten sich am Freitag vor den Ständen und Schnellimbiss-Wagenburg, wo die Kundschaft geduldig auf ihre Pappteller-Mahlzeit wartete. „Die Menschen wollen etwas Neues probieren und schauen mir interessiert bei der Arbeit zu“, berichtete Guna Samante.

Frisch belegt mit Bergkäse, Schmand, Zwiebeln und Lauch, wahlweise auch mit Lachs und Schinken, wurden nebenan die Almpizzen in den Ofen geschoben. Geschmolzenen Raclette-Käse vom Laib auf Brot, Kartoffeln und Lachs servierte Daniel Lentes von Maries Käsehütte aus Merchweiler. „Wir sind zwar mehr auf Bauernmärkten zu finden, aber hier läuft es sehr gut. Der Freitag war top“, schwärmte Lentes. Portionen mit Käse aus der Schweiz und Frankreich gingen bei ihm über die Küchentheke. „Die streiten sich, wer das mit dem Raclette-Käse erfunden hat. Hohe Berge haben eigentlich doch beide Länder“, erläuterte er scherzhaft.

Oliver Schwarz hatte neben der Käsehütte seinen mehr als acht Meter langen Airstream (Reiseanhänger) Diner XL abgestellt. In der polierten Aluminiumkarosse wurden Pulled Pork Burger butterzart gesmokt oder Burritos in verschiedenen Variationen zum Verzehr aus der Hand hergestellt. Schwarz brutzelte den Flammlachs am Birkenholzfeuer. „Das hier ist eine tolle Veranstaltung“, meint der Event-Caterer. Das Ambiente sei sehr detailliert. „Tische, Liegestühle neben Palmen, alles passt wunderbar zusammen“, lobte Schwarz.

Silvi, der weibliche Suppenkasper auf Futtermeile, strahlte über das ganze Gesicht. „Ich habe heute Geburtstag“, verriet sie. An ihrem Stand wurde Suppe gelöffelt und an jeden Kunden verschenkte sie ein Cupcake. „Ich habe eine Hühner-Curry-Kokos-Suppe, insgesamt sind es acht verschiedene Suppen. Die Kreationen kommen bei den Besuchern gut an“, erklärte die Suppentraum-Kocherin. Zum Nachtisch wurde dann noch ein Charlotte-Eis genascht und die Kaffeespezialitäten gab es an der rollenden Kaffeebar Roob.

Kokos-Pfannkuchen, Linsen, Gemüsecurry – Guna Samante aus Sri Lanka bereitete Köstlichkeiten aus der singhalesischen Küche zu. . Foto: Frank Faber
Oliver Schwarz legt Holz nach, damit sein Flammlachs auch gelingt. Foto: Frank Faber

Pech für des Street-Food-Festivals am Samstag. Ein Gewitter unterbrach kurzzeitig die gute Stimmung auf der Mott. Nachdem die dunklen Wolken dann abgezogen waren, wurde aber wieder eifrig geschlemmt. Am Sonntagabend ging die dreitägige kulinarische Party auf der Straße nach insgesamt 27 Küchenstunden zu Ende.

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