So sieht unser ökologischer Fußabdruck aus

So sieht unser ökologischer Fußabdruck aus

St. Wendel. Der Verein Multivision war am Gymnasium Wendalinum zu Gast, um die 190 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 von einem nachhaltigeren Lebensstil zu überzeugen. Unser ökologischer Fußabdruck macht deutlich, dass wir als Angehörige einer reichen Nation längst über unsere Verhältnisse leben, auf Kosten ärmerer Länder und der Umwelt

St. Wendel. Der Verein Multivision war am Gymnasium Wendalinum zu Gast, um die 190 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 von einem nachhaltigeren Lebensstil zu überzeugen.Unser ökologischer Fußabdruck macht deutlich, dass wir als Angehörige einer reichen Nation längst über unsere Verhältnisse leben, auf Kosten ärmerer Länder und der Umwelt. Denn unsere Lebensweise ist so verschwenderisch, dass die Fläche, die benötigt wird, um die Rohstoffe für Ernährung, Wohnen, Energiebedarf und Konsum zur Verfügung zu stellen sowie die dabei entstandenen CO2-Rückstände wieder umzuwandeln und den Müll aufzunehmen, einen zu großen Fußabdruck hinterlässt, er beträgt nämlich 4,2 Hektar. Das heißt, wenn alle sieben Milliarden Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir drei Erden, um unseren Ressourcenbedarf zu decken. Allerdings verbrauchen die Chinesen nur die Hälfte und die Inder nur etwa ein Viertel unserer Fläche, so dass es weltweit "nur" noch 1,3 Erden sind. Unsere Lebensweise ist also nicht nur ökologisch, sondern auch sozial unfair, weil wir zu dem reichen Viertel gehören, das gut leben kann, die globalen Umweltschäden, das Schwinden der Artenvielfalt und des fruchtbaren Bodens sowie die Auswirkungen des Klimawandels aber vor allem die 75 Prozent in den ärmeren Ländern trifft.

Dem Verein Multivision ist es gelungen, diese Problematik schülergerecht und anschaulich in einem 45-minütigen Film darzustellen, der von der deutschen Unesco-Kommission als "Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" ausgezeichnet wurde. Den Schülern wird in zwei Unterrichtsstunden gezeigt, dass von einem 100 Euro teuren Sportschuh die Näherin nur 40 Cent erhält. Ein 16-jähriges Mädchen in China 16 Stunden am Tag für einen Stundenlohn von umgerechnet fünf Cent im Akkord Jeanshosen nähen muss. Den Schülern wurde damit gezeigt, dass sie ihr eigenes Konsumverhalten ändern können, indem sie auf Fairtrade-Produkte achten, um die Zukunft gerechter zu gestalten. red