Sing-Festival: Sing-Festival steht im Zeichen Luthers

Sing-Festival : Sing-Festival steht im Zeichen Luthers

Bei der Veranstaltung am Sonntag, 10. September, treten Chöre, Ensembles und Musikgruppen in St. Wendels City und der evangelischen Kirche auf.

Musik war der Herzschlag der Reformation. Die Lieder Martin Luthers nahmen Melodien von Volksliedern auf und verwendeten eine Sprache, die das Volk verstand. So begann die Singbewegung der Reformation. Mit Luthers und vielen anderen kirchlichen Liedern und Musikstücken werden Chöre, Ensembles und Musikgruppen die St. Wendeler Innenstadt am kommenden Sonntag, 10. September, in eine klingende Stadt verwandeln.

Start des Sing-Festivals ist um 14 Uhr auf der Bühne am Fruchtmarkt. Der zweite Aufführungsort ist die evangelische Stadtkirche. Gruppen aus evangelischen und katholischen Kirchengemeinden werden Auszüge aus ihrem Repertoire präsentieren: von klassischer Kirchenmusik über Gospel bis hin zu Pop-Songs. Erwartet werden auch Posaunenchöre oder eine Trommelgruppe. Sie stellen die Vielfalt kirchenmusikalischer Arbeit in Kirchengemeinden und Pfarreien vor. Gleichzeitig erhalten die Sänger und Instrumentalisten Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit den Besuchern. Das Sing-Festival ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel, der Pfarrei St. Wendelin, der Bauhütte St. Wendelin sowie der Stadt St. Wendel.

Los geht es um 14 Uhr auf der Bühne am Fruchtmarkt mit der Eröffnung. Um 14.30 Uhr tritt „Aufbruch“ aus Leitersweiler auf. „Aufbruch“ ist eine ökumenische Gruppe, die Gottesdienste in der Region musikalisch gestaltet. Die Sänger präsentieren neue geistliche Lieder unter dem Motto: „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“. Die Leitung hat Steffi Krämer.

Um 15 Uhr ist das Posaunenensemble Warndt an der Reihe. Weit gefächert ist dessen Repertoire. Es reicht von alten Meistern über barocke und romantische bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, von melodiösen bis rhythmusbetonten Kompositionen. Das Quartett gestaltet Gottesdienste, begleitet Festlichkeiten und gibt eigene Konzerte, meist zusammen mit Kirchenmusikern der Region.

„Kanimambo“ aus Lebach kommt um 15.30 Uhr an die Reihe. Die Trommelgruppe ging vor fünf Jahren aus einem Workshop hervor, aktuell besteht sie aus 15 Mitgliedern. Afrikanische Trommelstücke und mehrstimmiger Gesang bestimmen das Repertoire. „Kanimambo“ ist angegliedert an die evangelische Kirchengemeinde Lebach-Schmelz, organisiert und finanziert sich aber selbstständig. Verantwortlich ist Thomas Roussing, die Anleitung übernimmt Joaquina Sinquinze.

„Liedscha unn so“ aus Ottweiler ist um 16 Uhr an der Reihe. Die Gruppe mit Menschen mit Behinderungen und betreuenden Mitarbeitenden aus den „Häuser im Eichenwäldchen“ des Schwesternverbandes in Ottweiler hat viel Freude am gemeinsamen Singen. Das Repertoire besteht aus geistlichen Liedern, Schlagern, Oldies und Volksliedern. Die Leitung übernimmt Pfarrer Erhard Kern.

Um 16.30 Uhr ist der Auftritt des Posaunenchors Friedrichsthal. Das Ensemble besteht seit 65 Jahren. Zum Jubiläum hat der Posaunenchor ein Programm mit sakralen Tönen aus dem Norden Europas, Filmmusiken und ein Potpourri einer bekannten schwedischen Band einstudiert. Leitung: Andrea Lehmann.

Moustafa Elhagg aus St. Wendel ist ab 17 Uhr zu hören. Er kam aus Ägypten als politischer Flüchtling ins Saarland. Durch die Flucht musste er seine Musikkarriere in der Heimat unterbrechen. Er singt arabische Heimatlieder und spielt auf der arabischen Laute, Oud genannt.

Um 17.30 Uhr steht die Gruppe „Chorios“ aus Blieskastel auf der Bühne. Es gehören Gospelsongs, wie „Good News“, Popsongs, aber auch „Tourdion“, ein ganz alter Titel von Pierre Attaingnant, einem Komponisten aus dem 16. Jahrhundert, oder Evergreens wie „Kleiner grüner Kaktus“ zu den Titeln, die das Ensemble singt. Leitung: Thomas Zäh.

Der Gospelchor Saarbrücken ist ab 18 Uhr zu hören. Er wurde 1986 von dem damaligen Saarbrücker Studentenpfarrer Wilhelm Otto Deutsch gegründet. Lieder von emotionaler und spiritueller Kraft bilden das Kernstück des Chor-Repertoires. Hinzu kommen Spirituals aus den den Vereinigten Staaten. Außerdem singt der Chor Lieder aus Lateinamerika, Ostasien, Zentral- und Ostafrika. Die Leitung hat Ulrich Seibert inne.

In der evangelischen Stadtkirche beginnt das Programm um 14.30 Uhr mit der Kantorei Alt-Saarbrücken. Der Gemeindechor der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken singt in den Gottesdiensten und bei Gemeindefesten. Höhepunkte sind die Kantatengottesdienste in der Ludwigskirche Leitung: Ulrich Seibert.

Um 15 Uhr hat der Projektchor zur Reformation aus Lebach seinen Auftritt in St. Wendel. Der Projektchor verbindet Tradition und Moderne. So singt er alte Lieder aus der Lutherzeit genauso wie moderne Kirchenlieder und Gospels. Leitung: Wolfram Schiffler.

Der protestantische Kirchenchor Limbach präsentiert sich um 15.30 Uhr. Der Kirchenchor wurde 1911 gegründet. Der Schwerpunkt des Chores mit aktuell 30 Sängern liegt auf kirchlich-protestantischem Liedgut aus der pfälzischen Kirche. Es werden aber auch weltliche Stücke sowie Volkslieder gesungen.

Um 16 Uhr ist der Figuralchor der Ludwigskirche in Saarbrücken an der Reihe. Der Figuralchor wurde 2014 als neuer Konzertchor der Saarbrücker Ludwigskirche gegründet. Er ist auch der überregionale Chor des evangelischen Kirchenkreises Saar-West. Schwerpunkt sind die Konzerte und Gottesdienste an der Ludwigskirche. Der Chor gestaltet aber auch überregionale Veranstaltungen des Kirchenkreises mit. Leitung: Ulrich Seibert.

Um 16.30 Uhr tritt der gemischte Chor Dörrenbach auf. Der Chor feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Er präsentiert ein gemischtes Programm aus Gospels, Schlagern und Volksliedern. Der Chor probt im evangelischen Gemeindehaus. Die Leitung hat Christel Mohrbacher.

Der Taizé-Projektchor St. Wendel singt um 17 Uhr. Seit seiner Gründung im Juni 2006 probt der Projektchor, welcher auf bis 70 Sänger angewachsen ist, mehrstimmige Chorsätze aus Taizé. Leitung: Herrmann Lissmann.

Um 18 Uhr ist der Auftirtt des evangelischer Kirchenchors Dirmingen und des Singkreises Berschweiler geplant. Der Kirchenchor Dirmingen und feiert im kommenden Jahr sein 95-jähriges Bestehen. Der Singkreis Berschweiler wurde im Jahre 1953 bei der Einweihung des Gemeindehauses gegründet. Beide Chöre haben zusammen 35  Sänger. Sie gestalten Gottesdienste und vertreten ihre Gemeinde auch in der Öffentlichkeit. Leitung: Tanja Nicolay.

Dem Taize-Chor unter der Leitung von Herrmann Lissmann gehören 70 Sänger an. Foto: Rieke Eulenstein

Um 18.45 Uhr beginnt das gemeinsame Einsingen für das Abendlob, das um 19.30 Uhr in der Basilika den Abschluss des Sing-Festivals bildet.