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Sein Leben hat er der Natur verschrieben

Sein Leben hat er der Natur verschrieben

Der Wald ist die Leidenschaft von Peter Volz. Als Beauftragter für den Naturschutz in Osterbrücken geht er bald schon ins 50. Jahr.

Die Natur und alles, was damit zu tun hat, darin kreucht und fleucht - das liegt ihm am Herzen. Bestimmte beruflich wie privat sein Leben und tut es noch: Die Rede ist von Peter Volz. Im nächsten Jahr kann der 70-Jährige ein Jubiläum feiern. Dann ist er seit 50 Jahren Naturschutzbeauftragter in seiner Heimat Osterbrücken. Und nicht nur dort hat er das Ehrenamt inne. Er wurde kürzlich auch als Beauftragter für Dörrenbach, Hoof und Werschweiler ernannt - nicht zum ersten Mal.

Schon als Junge im Alter von fünf/sechs Jahren war Volz gerne draußen unterwegs. "Mein Großvater war ein naturbegeisterter Bergmann und ständig im Wald unterwegs", erinnert sich der Osterbrücker. Sein ehrenamtliches Engagement begann als Jugendlicher: Er war Mitglied der Waldjugend und machte eine Ausbildung zum Waldläufer. Dank seiner Frau Gertrud, die er 1964 kennen lernte, kam er zum Deutschen Roten Kreuz (DRK) Osterbrücken und übernahm die Funktion als Leiter des Jugendrotkreuzes. In dieser Zeit erinnerte er sich an die Ausflüge mit dem Großvater und dessen Begeisterung für die verschiedenen Vogelarten. "In aller Frühe bin ich mit den Jugendlichen in den Wald, um mit dem Tonbandgerät Vogelstimmen aufzunehmen." So entstand 1968 die Idee zu einem Vogellehrpfad, den die Teenager schließlich in Eigenregie realisierten. 1970 wurde Einweihung gefeiert. Aus der Gruppe für Natur-, Umwelt- und Vogelschutz innerhalb des Jugendrotkreuzes entstand eine Arbeitsgruppe für Umwelt- und Naturschutz beim DRK. So sollten auch Erwachsene mitarbeiten können. Doch aus Satzungsgründen musste diese Gemeinschaft 1974 aufgegeben werden.

1975 gründete Volz mit einigen Mitstreitern den Bund für Natur-, Umwelt- und Vogelschutz Osterbrücken, heute Bund Naturschutz Ostertal (BNO). "36 Personen waren wir zu Beginn", erinnert sich Volz. Die Truppe übernahm die Pflege des Vogellehrpfades, bis dieser 1985 wegen fehlender Gelder aufgegeben wurde. Ende der 1990er-Jahre hat sich die Osterbrücker Dorfgemeinschaft dem Pfad wieder angenommen.

In seinen Glanzzeiten zählte der Naturschutz-Verein laut Volz mehr als 200 Mitglieder, heute sind es saarlandweit 130. Von 1975 bis 2002 war Volz Vorsitzender, inzwischen fungiert er als Beisitzer. Einige Projekte hat er angestoßen, so beispielsweise das zum Wohle des Weißstorchs, das Beweidungsprojekt in Bubach oder die Renaturierung der Oster 1988. Neben dem BNO engagiert sich Volz auch im Obst-und Gartenbauverein Osterbrücken. Volz ist Mitbegründer des biblischen Gartens in Niederkirchen, den er noch heute betreut. Berufliche Stationen des gelernten Hochbautechnikers waren als Sachbearbeiter das staatliche Straßen-Neubauamt (1970 bis 1974), die Oberste Naturschutzbehörde im Umwelt-Ministerium (1975 bis 1982) und das Landesamt für Umweltschutz (1982 bis 2004).

Bei so viel Einsatz bleiben Ehrungen nicht aus. Eine ganze Reihe davon kann Peter Volz beim Besuch in der St. Wendeler Redaktion auf dem Tisch ausbreiten. Drei fallen sofort ins Auge: die gerade verliehene Goldene Rose des Verbandes der Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz, die Bundesverdienstmedaille aus dem Jahr 1996 sowie eine Urkunde des Nabu-Landesverbandes Saarland, die Peter Volz 2003 zum Froschkönig kürte. Das passt auch heute noch. Denn Jahr für Jahr setzt sich Volz dafür ein, dass Amphibien auf ihrem Weg ins Sommerquartier vor den Gefahren auf der Landstraße geschützt werden. Dieses Mal wurden an der Verbindungsstraße zwischen Niederkirchen und Werschweiler zirka 1000 Kröten und Frösche gerettet.

Sein Engagement hat Peter Volz auch immer wieder mit interessanten Persönlichkeiten in Kontakt gebracht. So wurde er 1981 zum Neujahrsempfang des damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens nach Bonn eingeladen. 1989 war er mit dem Tierfilmer Heinz Sielmann unterwegs. "Ich durfte ihn durchs Ostertal führen", so Volz. Auf diese Begegnung sei er stolz.

 Sein Einsatz für die Umwelt brachte Peter Volz ein Treffen mit Bundespräsident Karl Carstens ein. Foto: Archiv/Bundespresseamt
Sein Einsatz für die Umwelt brachte Peter Volz ein Treffen mit Bundespräsident Karl Carstens ein. Foto: Archiv/Bundespresseamt Foto: Archiv/Bundespresseamt

Wenn der 70-Jährige auf all die Jahre im Naturschutz zurückblickt, dann überwiege das Positive. Vor allem die Arbeit mit Jugendlichen habe ihm immer Freude bereitet.