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Segensfeier für Paare am Valentinstag in St. Wendel

Kostenpflichtiger Inhalt: Feier in der Missionshauskirche in St. Wendel : Ein Segen für die Liebe

Es ist eine Premiere in der Missionshauskirche St. Wendel. Dort ist am Valentinstag eine Feier für Paare geplant.

Was ist eigentlich Liebe? Duden definiert sie als „starkes Gefühl des Hingezogenseins“, als „Zuneigung zu einem Menschen“. Meist denken wir dabei an einen besonderen Menschen, an einen Seelenverwandten. Die Suche nach diesem, nach der großen Liebe, beherrscht oft unser Leben. Als ein Feiertag der Liebenden gilt der Valentinstag am 14. Februar. Mit Geschenken oder einem festlichen Abendessen bringen Paare ihre Zuneigung zum Ausdruck. Es gilt: Hauptsache romantisch! Aber wie wäre es, wenn Liebende an diesem Tag ihre Verbindung segnen ließen?

„Wir hatten die Idee zu einer Segensfeier für Paare am Valentinstag“, sagt Pater Oliver Heck von den Steyler Missionaren. Er und Eduard Alles, Gemeindereferent in Ruhe, sind ein eingespieltes Team, was das Planen von Veranstaltungen betrifft. So haben sie bereits den Heiligabend-Treff für Alleinstehende und regelmäßige Begegnungsnachmittage organisiert. Jetzt wollen sie Menschen, die sich lieben, die Gelegenheit geben, ihre Verbindung zu feiern. „Das Kostbarste, was wir im Leben haben, sind Beziehungen“, sagt Pater Heck. Sich austauschen, füreinander da sein – das sei wichtig. So würde laut Umfragen auch die Mehrheit der Jugendlichen angeben, dass sie sich einmal eine Familie wünschen. Dass sie gemeinsam mit einem Partner das Leben meistern wollen.  Es gehe darum, sich zu ergänzen, sagt  Heck. „Und  wenn ich nicht alleine bin, macht auch alles mehr Spaß“, findet Alles. Ein Mensch kann also ein Segen für einen anderen Menschen sein. Warum sollte Gott dazu nicht seinen Segen geben?

Pater Heck und Eduard Alles sind daher alle Paare in der Missionshauskirche willkommen. Traditionell, so erinnert der Steyler Missionar, erkennt die katholische Kirche nur jene, die in einer vor ihr gültig geschlossenen Ehe leben, als Paar an. „Alles andere ist quasi sündhaft.“ Doch diese Schablone, wie er es nennt, mag Pater Heck nicht. Ob verheiratet oder nicht – alle Menschen, die in Liebe verbunden sind, füreinander einstehen, sich gegenseitig achten, schätzen und unterstützen – seien wertvoll. „Für sie alle möchten wir Gottes Segen erbitten.“

Die Feier, die um 19 Uhr beginnt, ist als Wortgottesdienst geplant. Rosen sollen dann die Missionshauskirche schmücken, und für jeden Gast möchte Pater Heck einen Spruch auf herzförmigem Papier vorbereiten. „Die Paare sollen zunächst einander segnen, dann wird der Segen Gottes herabgebetet“, erläutert der Geistliche den Ablauf.  Musik möchte Eduard Alles zur Feier beisteuern. Er wird drei Stücke auf dem Saxofon präsentieren. Die Konfession, so betont Pater Heck, spiele bei dieser Feier keine Rolle.

Die beiden Organisatoren sind gespannt, wie viele Paare sie am Valentinstag begrüßen dürfen. „Ein Segen ist ja quasi ein Zuspruch fürs Leben“, sagt Alles. Und in diesem Fall eben auch für die  liebevolle Verbindung zweier Menschen.

Die Steyler Missionare laden zu einer Segensfeier am Freitag, 14. Februar,  in die Missionshauskirche in St. Wendel. Beginn: 19 Uhr. Dauer: etwa 45 Minuten.