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Saarländisches Zupforchester gegründet

Saarländisches Zupforchester gegründet

Bliesen. Neun Vereine aus dem ganzen Saarland waren gekommen, um dem Publikum ihre Werke im halbstündigen Rhythmus vorzustellen. Die Feierlichkeiten begannen am Morgen mit einem Festgottesdienst im Bliestaldom St. Remigius, der vom Mandolinenorchester Bliesen musikalisch mitgestaltet wurde

Bliesen. Neun Vereine aus dem ganzen Saarland waren gekommen, um dem Publikum ihre Werke im halbstündigen Rhythmus vorzustellen. Die Feierlichkeiten begannen am Morgen mit einem Festgottesdienst im Bliestaldom St. Remigius, der vom Mandolinenorchester Bliesen musikalisch mitgestaltet wurde. Es folgte eine Informationsstunde über den Bliestaldom und Bliesen sowie ein Essen bei Sternekoch Alexander Kunz. Um 14.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins Saarländisches Zupforchester Josef Schuh den musikalischen Teil. Den Auftakt machte das von ihm gegründete Mandolinenorchester Bliesen. Im Anschluss spielten der Gitarrenchor Bous, die Mandolinenorchester aus Siersburg, Saarhözbach, Niederwürzbach, Illingen und Altforweiler. Ganz junge Musiker kamen mit dem Gitarrenorchester "Flinke Finger" aus Wiebelskirchen in das "kleine Mekka der Zupfmusik", wie Schuh sein Heimatdorf Bliesen bezeichnet. Durch den Auftritt der sechs bis zwölfjährigen Gitarrenspieler soll das Motto "Junge Alte" unterstrichen werden und zeigen, dass sich Jung und Alt für die Zupfmusik begeistern können. Kinder bauen Brücke"Der Auftritt der Kinder soll eine Brücke zwischen ihnen und uns Älteren schlagen", sagte Schuh. "wir wollen im Rahmen dieses Festes alle Generationen zusammenbringen." Darum spielte dann auch das 1976 gegründete Seniorenorchester Urexweiler auf. Bis heute spielen dort Musiker aus dem Gründungsjahr mit viel Leidenschaft. Dirigiert werden die etwa 30 Musiker von Beginn an von Otto Kunz. Höhepunkt des Tages aber war die Gründung des neuen saarländischen Zupforchesters. Dazu fanden sich zahlreiche Musiker mit ihren Instrumenten in der Halle ein, die von nun an ein Teil dieses Orchesters sein wollen. "Für viele ältere Musiker ist die neue Literatur zu schnell, da machen die Finger nicht mehr richtig mit", erklärt Schuh die Idee des neuen Orchesters. "Wir wollen deshalb Literatur verwenden, die die Finger noch verkraftet, alte Volksweisen etwa, wie das bekannte Lied ,Am Brunnen vor dem Tore'. Das ist dann auch für ältere Semester interessant." Mitmachen kann jeder Musiker ab 60 Jahren, der ein Zupfinstrument, also Mandola, Mandoline, Gitarre, Harfe oder Zither, beherrscht. Das neue Seniorenorchester soll auf dem jährlichen Bundesmusikfest spielen, aber auch in Altenheime gehen oder die Menschen an Seniorennachmittagen mit ihrer Musik begeistern. Für Schuh, der nächstes Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, ist dieses Orchester seine letzte Initiative als Vorsitzender des Fördervereins. Er möchte kürzer treten, und seine Arbeit in neue Hände legen: "Das neue Seniorenorchester soll der Abschluss meines Lebenswerkes für die Zupfmusik sein." biKontakt: Wer Interesse hat, in dem neuen Seniorenorchester mitzuspielen, kann sich mit Josef Schuh in Verbindung setzen: Tel. (06854) 7 66 55 oder Tel. (0172) 6 53 25 70.