Rotarier spenden über Grenzen hinweg

Rotarier spenden über Grenzen hinweg

St. Wendel/Metz. Die Blindenhundeschule im französischen Metz-Woippy hat nun dank deutscher Unterstützung ein weiteres Fahrzeug für ihre Aufgaben zur Verfügung. Der Rotary-Club St

St. Wendel/Metz. Die Blindenhundeschule im französischen Metz-Woippy hat nun dank deutscher Unterstützung ein weiteres Fahrzeug für ihre Aufgaben zur Verfügung. Der Rotary-Club St. Wendel hat, unterstützt vom deutschen Distrikt, insgesamt 4800 Euro beigesteuert, damit künftig die wichtigen regelmäßigen Kontakte zwischen blinden Menschen mit ihren helfenden Vierbeinern und den Blindenhundeausbildern erleichtert werden.Mit einem Peugeot Mini-Van im Wert von insgesamt 16422 Euro sind die Betreuer künftig deutlich mobiler. Initiiert wurde das Projekt 2006 vom französischen Partnerclub der St. Wendeler Rotarier aus den Gemeinden Chateau-Salins, Morhange und Dieuze und deren Altpräsidenten Serge Viard. Die französischen Partner brachten den gleichen Betrag auf wie die deutschen Freunde. Die Franzosen unterstützen die gemeinnützige Blindenhundeschule schon seit vielen Jahren und fanden auch beim Weltverband, der Rotary-Foundation, Unterstützung. Die Foundation stufte die Maßnahme als " Matching-Grand-Projekt" ein und bezuschusste es als international bedeutsames Hilfsprojekt mit 6822 Euro. So reisten nun Altpräsident Bernd Müller, Bernd Naumann, Jan-Mathias Landesburg von den St. Wendeler Rotariern mit Begleitung nach Metz, um mit der Übergabe des Fahrzeuges den Abschluss des Projektes zu besiegeln. Das Fahrzeug wird, so die Präsidentin der Vereinigung der Blindenhundeschulen Ostfrankreich (Sitz in Metz) Michèle Nédecot, für die Fahrten der Ausbilder und für alle täglichen Belange dienen.Die Zusammenarbeit der französischen Rotarier aus Chateau-Salins, Dieuze und Morhange und den St. Wendelern Rotariern hat seit dem Gründung der Jumelage im Jahr 1993 schon einige Früchte getragen. Die Begegnung über Grenzen hinweg waren von Anfang an Ziele der Partnerschaft.und der Rotarier. ww

Hintergrund: Die Blindenhundeschule im Metzer Stadtteil Woippy ist eine gemeinnützig Einrichtung. Sie hat sich der Ausbildung von Blindenhunden verschrieben, um die Lebensbedingungen von blinden und sehbehinderten Menschen zu verbessern. Das Ausbildungskonzept setzt auf die Sozialisation der Tiere in Familien. Nach etwa einem Jahr beginnt die blindenhundgerichtete Ausbildung in der Metzer Schule. Neun bis zwölf Monate sind nötig, um die Hunde für ihren Spezialeinsatz fit zu machen. Dann werden diese kostenlos an die sehbehinderten und blinden Menschen übergeben. Hunde, die die hohen Anforderungen an einen Blindenhund nicht erfüllen, bekommen trotzdem eine edle Aufgabe. Sie werden zur sozialen Betreuung als Kontakthunde in Altersheimen und anderen Betreuungseinrichtungen eingesetzt. Der hohe soziale und emotionale Wirkfaktor dieser tierisch-menschlischen Kontakte ist wissenschaftlich nachgewiesen. ww