Reiner Kunz aus St. Wendel widmete sein Leben den Fjordpferden

Reitsport : Reiner Kunz widmet sein Leben den Fjordpferden

„Das war das zweite Mal, dass die Interessengemeinschaft Fjordpferd (IGF) ihr Jahrestreffen im Landgestüt Zweibrücken ausgerichtet hat“, sagt Reiner Kunz. Das erste Mal sei im Jahr 1988 gewesen.

Nun kehrten die Fjordpferde aus dem ganzen Bundesgebiet in die Großregion zurück: Mit einer Bundes-Zuchtschau und einem Turnier um den jährlich ausgetragenen Fjord-Cup besetzten fast 100 Pferde mit ihren Reitern und Betreuern das saar-pfälzische Landgestüt Zweibrücken.

Und die IGF hatte noch einen Grund zur Freude: In diesem Jahr feiert sie auch ihr 45-jähriges Bestehen. Die Keimzelle für den nationalen Zusammenschluss der Fjordpferdzüchter, -reiter und -besitzer lag 1974 im Saarland. Und mit größter Leidenschaft dabei war ein St. Wendeler. Reiner Kunz, damals 20 Jahre jung, war bereits im Fahrsport mit seinen Norwegern – wie die Fjordpferde ob ihrer Herkunft auch heißen – erfolgreich unterwegs. Bereits vier Jahre zuvor schlossen sich die Fjordpferde als Fachabteilung im Saarländische Pferdezuchtverband zusammen. Mit weit mehr als 50 Mitgliedern gründete der Bundesverein, dessen Geschäftsführung der Saarländer in St. Wendel übernahm und mehr als 20 Jahre lang ausübte. Der Verein wuchs, bis ihm im Jahr 2010 auf Bundesebene 3500 Mitglieder angehörten. Aktuell zählt die IGF 2000 Mitglieder.

Die Interessengemeinschaft garantiert eine gute Grundausbildung für Reiter und Pferd. Unter anderem im Fahrsport, bis hin zum Vierspänner auf Europa- und Weltniveau, macht das falbfarbene Pferd mit der schwarz-hellen Stehmähne, zunehmend Karriere. So war auch Reiner Kunz sowohl landes- als auch bundesweit und sogar international mit seinen Fjordpferden am Start. 1994 errang er im Saarland die Meisterschärpe, mit Andreas Prießter aus Gersheim als Beifahrer.

Der 65-Jährige half auch Jahrzehnte lang, die Fachzeitschrift „Das Fjordpferd“ zu gestalten. Diese gibt die Interessengemeinschaft viermal jährlich heraus. Heute bringt sich Kunz  gerne ein, wenn Not am Mann ist. Außerdem ist er weiterhin im Vorstand aktiv.

So gehört er zu den Verantwortlichen, die die in der Bundesversammlung beschlossene Fusion der beiden Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland zu einem Landesverband Rheinland-Pfalz-Saar vorbereiten. Auch die Warmblutpferde und die Islandpferde sind bereits im Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar vereint. Im Herbst soll dann offiziell der neue Vorstand gewählt werden.

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