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Reichlich Spenden für Notleidende

Reichlich Spenden für Notleidende

St. Wendel. Bei dem strahlenden Sonnenschein wanderte es sich gestern beim 32. Hungermarsch besonders gut. Über 400 Gottesdienstbesucher und etwa 250 Wanderer waren es gestern in St. Wendel, die an den beiden Veranstaltungen teilnahmen

St. Wendel. Bei dem strahlenden Sonnenschein wanderte es sich gestern beim 32. Hungermarsch besonders gut. Über 400 Gottesdienstbesucher und etwa 250 Wanderer waren es gestern in St. Wendel, die an den beiden Veranstaltungen teilnahmen. Mit Erzbischof Mar George Valliamatham von Tellycherry aus dem indischen Kerala hatte der Gottesdienst in der Missionshauskirche einen weit gereisten Zelebranten. Außerdem standen Pater Guido Schwarz aus St. Wendel und Pater Hermann Bickel aus St. Augustin am Altar. Pater Schwarz sagte in der Predigt, dass die Christen von Jesus gerufen seien, Menschen in Not zu helfen und ihnen eine neue Zukunft zu geben. Im Blick auf das Evangelium von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus solle sich jeder fragen, ob er für die Not anderer blind sei oder ob er für sie offene Augen habe. Richtiges Sehen könne allerdings nur aus dem Herzen heraus kommen. Von einem beeindruckenden Ergebnis der bisherigen 31 Hungermärsche in St. Wendel sprach der Bundestagsabgeordnete Hermann Scharf aus Oberthal. Bislang seien 796500 Euro zusammengekommen, mit denen 83 Hilfsprojekte in 23 Ländern Afrikas, Asiens und Amerikas gefördert werden konnten. "Ich sehe das als eine großartige Solidarität gegenüber den Menschen an, denen es nicht so gut geht wie uns", sagte Scharf. Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Gesangsgruppe Vocame begleitet. Um die Mittagszeit machten sich rund 250 Wanderer vom Missionshaus aus auf den Weg über den Bosenberg und wieder zurück. Auch der Erzbischof ging ein Stück des Weges mit. Ebenso waren viele junge Familien mit ihren Kindern unterwegs. Nach dreizehn Wanderkilometern stärkten sich die Teilnehmer im Missionshaus beim Eintopfessen. Dabei trat auch Zauberpater Bickel auf und bestätigte dabei sein Motto: "Es macht Freude, Freude zu machen. Es ist gesund, sich krank zu lachen."Mit den Spendengeldern aus dem 32. Hungermarsch werden in diesem Jahr verschiedene Projekte im südlichen Indien unterstützt. Eines davon sind die Herzoperationen an einem sechs Monate alten Baby und an zwei Schulmädchen. Ein zehnjähriges Kind, das bei einem Unfall das linke Bein verloren hat, wartet auf eine Prothese. Eine Dorfschule ist zurzeit in einer kleinen Kirche untergebracht. Die Spenden aus dem Hungermarsch sollen mithelfen, ein neues Schulhaus zu bauen. Unter dem Kennwort "Hungermarsch" sind weitere Spenden möglich. Konto Nr. 84616 (BLZ 59251920) des Jochen-Rausch-Zentrums.