Raus aus der Gefahrenzone

Oberlinxweiler. "Was macht ihr, wenn es daheim brennt?" fragte Christoph Puhl, Jugendleiter des Feuerwehrlöschbezirks Niederlinxweiler, und schnell reckten sich die Arme der Kinder in die Höhe. "Rauslaufen und die Feuerwehr anrufen", kam Mirkos Antwort wie aus der Pistole geschossen

Oberlinxweiler. "Was macht ihr, wenn es daheim brennt?" fragte Christoph Puhl, Jugendleiter des Feuerwehrlöschbezirks Niederlinxweiler, und schnell reckten sich die Arme der Kinder in die Höhe. "Rauslaufen und die Feuerwehr anrufen", kam Mirkos Antwort wie aus der Pistole geschossen. Und als der Grundschüler auch noch erklärte, dass man der Feuerwehr die wichtigen Fragen "Wer, wo, was?" am Telefon beantworten sollte, staunte Puhl gemeinsam mit Hartmut Schiffler, Schulleiter der Grundschule Oberlinxweiler. "Ich bin Mitglied in der Jugendfeuerwehr in Remmesweiler", klärte der Schüler die beiden staunenden Erwachsenen auf. Feuerlöscher zu schwer"Ihr habt jetzt zwar gesehen, wie man mit einem Feuerlöscher arbeitet, aber das sollt ihr auf keinen Fall versuchen. Der Feuerlöscher ist viel zu schwer und auch gar nicht so einfach zu bedienen", warnte Puhl die Kinder eindringlich nach seiner Vorführung. Kinder ermutigen, sich bei Feuer schnellstmöglich bemerkbar zu machen, sich aus der Gefahrenzone zu bringen und Erwachsene zur Hilfe zu holen, das sollten die Grundschüler an diesem Morgen lernen. Ein Stück weiter zeigte Andreas Becker, Jugendbeauftragter der Oberlinxweiler Wehr, den Kindern, wie sich der Wasserstrahl je nach Brand verändern lässt. Bei Timo Groß aus Remmesweiler durften die Jungen und Mädchen dann schließlich selbst einmal ausprobieren, wie sich das Feuerlöschen mit Wasser so anfühlt. Patrick Bläs, Löschbezirksführer aus Niederlinxweiler, hielt an einer weiteren der insgesamt acht Stationen die komplette Ausrüstung eines Feuerwehrmannes parat. "Das ist ein Feuerwehrbeil. Damit kann man eine Tür aufschlagen, wenn sie im Brandfall zugesperrt ist", erklärte Justin, Schüler des vierten Schuljahres, auf die Frage, was man mit diesem Beil macht. An allen Stationen zeigten die Kinder großes Interesse und beeindruckten mit viel Wissen zum Thema. Gemeinsam hatte die Schulleitung mit den drei Löschbezirken Oberlinxweiler, Niederlinxweiler und Remmesweiler zu einem Aktionstag Feuerwehr an die Grundschule Oberlinxweiler eingeladen. "Wir arbeiten sehr viel mit Vereinen zusammen, und wenn sich die Vereine so gut verstehen wie die drei Löschbezirke, dann ist das ein ganz tolles Angebot an unsere Schüler", erklärte Schiffler. Statt Rechnen, Lesen oder Schreiben standen vor allem wichtige Informationen, aber auch erste Löschversuche und sogar die Begegnung mit Atemschutzgeräten auf dem Stundenplan der 142 Jungen und Mädchen. Doch nicht nur Mirko, auch viele weitere Jungen und Mädchen wussten schon gut Bescheid über die Arbeit der Feuerwehr. Den Kindern wichtige Informationen rund um das Thema zu geben und vielleicht auch weiteren Nachwuchs zu sichern war die Intention des überaus gelungenen Aktionstages auf beiden Seiten.