Public Viewing bei Sing meinen Song in Jennifer Habens Heimat Remmesweiler

Sing meinen Song : 75 Fans verfolgten den Auftritt ihres Stars

Die Sängerin Jennifer Haben war in der Show „Sing meinen Song“ zu Gast. Dazu gab es in Remmesweiler ein Public-Viewing.

Bei der Vox-Fernsehserie „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ waren am Dienstagabend die Interpretationen der Songs der Symphonic-Metalband Beyond the Black mit der aus Remmesweiler stammenden Sängerin Jennifer Haben an der Reihe. Dazu hatte ihre Familie in ihrem Heimatort ein Public Viewing organisiert. 75 Verwandte, Freunde und Bekannte verfolgten die Aufzeichnung der Covershow im Dorfgemeinschaftshaus (DGH). Das anfänglich aufgesetzte Headbanging der Künstlerclique zur Einstimmung wäre von den MTV-Metalmaskottchen Beavis und Butt-Head hämisch mit „Hä, hä, hä“ quittiert worden. Immerhin trug Jeanette Biedermann ein T-Shirt der ehemaligen US-Rockband Jefferson Starship. Mit ähnlich kraftvoller Stimme wie deren Sängerin Grace Slick, versetzte sich Biedermann in die Beyond-the-Black-Nummer „In the shadows“. Für den Song des Abends bekam sie am Ende von Haben die Penny Whistle (Flöte) in die Hand gedrückt.

Nicht bei allen Besuchern im DGH stand die 39-jährige Biedermann ganz oben auf der Liste. Die 15-jährige Phoebe meinte allerdings: „Das Lied von Jeanette war sehr schön.“ Zwischendrin stilisierten die Serienstars beim Couchgespräch die Interpretation mit Superlativen wie „unfassbar oder Wahnsinn“ hoch. Mit Bongos, Bläsersatz und zahlreichen „Oho’s“ funktionierte Popsänger Alvaro Soler „Million Lightyears“ um. „Mit all den Beats war das der bislang beste Song“, fand die elfjährige Lara. Tiziana Vena, die als einzige im Saal mit einem schwarzen Fanshirt von Beyond the Black aufgetaucht war, gefiel, dass Johannes Oerding am Klavier aus dem Song „Heart of the hurricane“ eine tief greifende Ballade rausholte. „Spitze, ich finde, dass er viel von seiner eigenen Art in das Lied reingebracht hat“, meinte Frank Decker. Auch Oerding war es, der seine Branchenkollegen später einmal daran erinnerte, dass sie sich in einer Metalsendung befanden. „Darauf haben wir sehr wenig angestoßen“, sagte der 37-Jährige.

Die von Wincent Weiss vorgetragene langsame Nummer „Love is a burden“ zündete auch in Remmesweiler nicht. Ganz anders die typische Milow-Version von „Songs of love and death“. „Die ist noch besser als alle Lieder der Vorgänger“, resümierte Decker. Moderator Michael Patrick Kelly kündigte an, „Unbroken“ im Grunge-/Crossoverstil zu präsentieren. Das klappte nach einem Texthänger im zweiten Anlauf. Aber Grungerock? Gut, ein Gitarrenriff nahe der Band Rage Against the Machine kam rüber, doch wie er in Richtung Stadionrock abdriftete, dagegen hätten sich seine zuvor als Beispiel angegebenen Jugendhelden von der Band Soundgarden vehement gewehrt. „Das war geil“, jubelte Soler, trotzdem der bei Kellys Interpretation gar was von Limp Bizkit raushörte.

Auf der Couch (Von links): Jennifer Haben, Alvaro Soler, Jeanette Biedermann, Michael Patrick Kelly, Wincent Weiss, Milow und Johannes Oerding. Foto: TVNOW / Markus Hertrich/Markus Hertrich/TV Now

Jennifer Haben war am Schluss richtig happy über die neuen Versionen der Songs ihrer Band. Alle Künstler lagen sich  vor dem Promi-Sofa in den Armen. Doch bei den DGH-Besuchern konnte der lahme Tauschkonzert-Abend während zwei Stunden außer zaghaftem Applaus keine Emotionen freilegen.

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