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Protest-Aktionen gegen Corona-Regeln in St. Wendel

Polizei-Einsätze in St. Wendel : Protest-Aktionen gegen Corona-Regeln

Die Polizei hat am Wochenende in St. Wendel in diesem Zusammenhang mehrere Verstöße registriert.

Gleich drei Aktionen haben Corona-Leugner am Wochenende in St. Wendel angekündigt. Zwei davon fanden statt – laut Angaben der Polizei beteiligten sich daran insgesamt zirka 50 Personen. Gleichzeitig waren mehr als 20 Beamte im Einsatz.

Bereits am Freitagnachmittag haben Menschen im ganzen Landkreis Anrufe erhalten, bei denen sie zur Teilnahme an einem „Autokorso für unsere Freiheit“ aufgefordert wurden. Besagter Autokorso sollte am Samstag um 15 Uhr am Parkplatz eines Baumarktes starten, kam jedoch nicht zustande. „Es sind lediglich vier Personen ohne Mund-Nasen-Schutz angetroffen worden, die augenscheinlich dem Aufruf gefolgt waren“, berichtet ein Polizei-Sprecher auf SZ-Nachfrage. Seine Kollegen hätten diese kontrolliert und bezüglich der aktuellen Corona-Maßnahmen belehrt. Nachdem Mitarbeiter des Baumarktes den Betroffenen Hausverbot erteilt hatten, hätten sich diese von der Örtlichkeit entfernt.

Zur gleichen Zeit versammelten sich auf der Mott 22 Personen zu einer angemeldeten „Kunst-Aktion für die Freiheit“. In Schutzanzügen und mit Transparenten demonstrierten sie gegen den Lockdown und die damit verbundenen Maßnahmen. Zwischenzeitlich hätten sich zudem zehn Zuschauer auf dem Platz aufgehalten. Wie der Polizei-Sprecher mitteilt, sei diese Veranstaltung ohne Verstöße abgelaufen. „Die Teilnehmer haben alle Auflagen eingehalten“, sagt er. Wegen der Kälte sei die Aktion bereits nach 20 Minuten wieder beendet gewesen.

Im Anschluss hätten sich allerdings 20 der Protestler auf dem Parkplatz des Missionshauses in St. Wendel getroffen. Diese trugen laut des Sprechers keine Masken. Als Polizisten die Anwesenden auf ihr Fehlverhalten angesprochen hätten, habe die Gruppe das Gelände verlassen. Insgesamt seien am Samstag 21 Polizisten im Einsatz gewesen, um die Geschehnisse in der Kreisstadt im Auge zu behalten.

Am Sonntag gegen 14.40 Uhr kamen erneut Corona-Leugner in der Innenstadt zusammen. In ihrer Telegram-Gruppe hatte die „IG Demo St. Wendel“ einen Autokorso angekündigt und Mitmacher gesucht. 25 bis 30 teils kostümierte Personen seien daraufhin auf dem Schlossplatz beziehungsweise vor der evangelischen Stadtkirche erschienen. Diese hätten laut des Sprechers teils nicht die geltenden Corona-Regeln eingehalten, auch nicht nach einer Belehrung durch die Polizisten. Die kontrollierten Personen hätten sich „höchst uneinsichtig und unkooperativ gezeigt“. Es seien mehrere Anzeigen erstattet worden. Während der Kontrollen seien hupende Autos vorbeigefahren. Wie viele Fahrzeuge letztendlich an dem Korso beteiligt waren, ließe sich nicht nachvollziehen. Sechs Polizisten waren für die Kontrollen vor Ort, zusätzlich wurde die Bereitschaftspolizei zur Unterstützung angefordert. Diese habe laut des Sprechers aber nicht mehr eingreifen müssen.