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Projekt "Stricken für Uganda" startet in St. Wendel

Stricken für Uganda : Strickend Kinder in Uganda unterstützen

Alexandra Alles und ihre Mutter unterstützen mit einer Strick- und Spendenaktion ein Dorf in Uganda. Bildung und Medizin profitieren davon.

Stricken macht vielen Menschen Spaß. Doch warum nicht auch ein schönes Hobby für einen guten Zweck nutzen und anderen etwas Gutes tun? Das dachten sich auch Alexandra Alles und ihre Mutter Margit Johann-Alles. Und so riefen die beiden gemeinsam mit dem Kneipp-Verein St. Wendel die Aktion „Stricken für Kinder in Uganda“ ins Leben. Mit dem Geld, das sie dabei sammeln, möchten sie die Abato Foundation Uganda in dem kleinen Ort Mpigi unterstützen. Dass die Wahl ausgerechnet auf diese Organisation fiel, hat einen guten Grund. „Ich war über einen Zeitraum von zwei Monaten in Uganda und habe dort die Kinder im Suubi Center, dem Kindergarten der Abato-School unterrichtet“, erzählt Alexandra Alles. Innerhalb ihres Psychologiestudiums war die 25-Jährige nach Ostafrika gereist und hatte schon damals im Vorfeld viele Spenden gesammelt. „Rund 2200 Euro konnte ich vor Ort an die Abato Foundation und ihren Gründer Moses Kalanzi übergeben“, sagt Alles. Die Spenden gingen dann eins zu eins an Schule, Kindergarten und den Bau eines angeschlossenen Krankenhauses, denn Kalanzi ist nicht nur Stiftungsgründer, sondern auch Schulleiter. Ihm liegen die Bildung und die Gesundheit der Kinder  am Herzen. Besonders jungen Mädchen möchte er den Zugang zu Bildung ermöglichen, denn diese werden von ihren Familien oft schon nach wenigen Jahren wieder aus der Schule genommen, um sie auf ein Leben als Hausfrau und Mutter vorzubereiten, berichtet Alles.

Schon mit ihren 2200 Euro konnte die Studentin in Uganda viel bewegen. „In Schule und Kindergarten wurde viel damit getan“, so Alles. Zum Beispiel konnten die Wände gestrichen und die Ausstattung der Räume verbessert werden. Ein Großteil der Spenden ging an das Krankenhaus und wurde für ein Dach, Fenster und den Verputz genutzt.

 Moses Kalanzi bei Arbeiten am Abato Kingdom Medical Center.
Moses Kalanzi bei Arbeiten am Abato Kingdom Medical Center. Foto: Alexandra Alles

Angespornt von diesem Erlebnis möchte Alles nun mit der Aktion „Stricken für Kinder in Uganda“ weiter sammeln. Hierzu gibt es am Mittwoch, 24. Oktober, um 18 Uhr ein erstes Treffen in den Räumen des Kneipp-Vereins. Jeder, der gerne etwas tun möchte, bekommt an diesem Tag ein Päckchen Wolle, mit der zu Hause ein Schal oder Loop in den Farben des Kneipp-Vereins stricken werden kann. Die Wolle besorgt der Verein. Wer ein Päckchen möchte, zahlt zehn Euro mehr als das Material eigentlich gekostet hat. „Und dieser Betrag geht dann dank Alexandra eins zu eins an die Kinder in Uganda“, erklärt Maria Samstag. Wer noch nie gestrickt hat, kann sich beteiligen. „Wir haben Lehrerinnen hier, die Anleitung geben können“, so Samstag. Die eingenommenen Spenden werden dann bei einem zweiten Termin an Moses Kalanzi übergeben, der im November nach Deutschland reisen wird. „Zu
diesem Anlass können die Spender dann auch ihre fertigen Schals präsentieren“, sagt Johann-Alles.