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Probleme mit der Bodenhaftung Freisen macht nicht nur spielerisch eine gute Figur

Probleme mit der Bodenhaftung Freisen macht nicht nur spielerisch eine gute Figur

Bliesen. Donnerstagabend in der St. Annenhalle in Alsfassen: Für 20 Uhr hat Michael Schu, Trainer des Volleyball-Oberligisten TV Bliesen, die Abschlusseinheit angesetzt. An diesem Samstag beginnt für den TVB um 19.30 Uhr die neue Spielzeit, Gegner ist Mainz-Gonsenheim, der Vizemeister der vergangenen Saison

Bliesen. Donnerstagabend in der St. Annenhalle in Alsfassen: Für 20 Uhr hat Michael Schu, Trainer des Volleyball-Oberligisten TV Bliesen, die Abschlusseinheit angesetzt. An diesem Samstag beginnt für den TVB um 19.30 Uhr die neue Spielzeit, Gegner ist Mainz-Gonsenheim, der Vizemeister der vergangenen Saison. In Trainingskleidung laufen sich die Spieler warm und machen auf der einen Seite des Netzes lockere Dehn- und Sprungübungen. Auf der anderen Seite wird sich auch gedehnt, allerdings wird dort Luxemburgisch gesprochen. Diekirch ist der Gegner im finalen Vorbereitungsspiel der Bliesener. Doch ehe es los geht, ist es auch schon wieder vorbei - vorerst. "Der Hallenboden wurde frisch gewachst. Was sicher gut gemeint war, ist für uns ein Problem. Auf dem glatten Boden haben wir keinen sicheren Stand. Die Verletzungsgefahr ist zu groß", sagt Trainer Schu.Der Hauptkonkurrent kommt Was tun? Es wird telefoniert, eine Ausweich-Halle muss her. Nach einigen Telefonaten werden die Volleyballer in der Schulturnhalle des Wendalinum-Gymnasiums fündig. Alle ziehen wärmere Klamotten über, dann geht es im luxemburgisch-deutschen Autokorso in die Schorlemerstraße. Doch auch dort warten zunächst Hindernisse: Eine Gymnastik-Gruppe hat die Schulturnhalle in Beschlag - Warten ist angesagt. Bis 21.15 Uhr, dann geht es nach einer viertelstündigen Aufwärmphase los. Nach drei Sätzen und beim Stand von 1:2 wird das Spiel beendet. Der TV Bliesen kann mit dem Ergebnis leben, von der Spielstärke her ist Diekirch mit einem deutschen Regionalligisten vergleichbar. "Wichtig ist das Spiel am Samstag. Mainz ist einer der Hauptkonkurrenten im Kampf um den Aufstieg", bezeichnet Libero Tobias Zimmer den Auftakt als "richtungsweisend". Und auch wenn Gerd Rauch, der Mann für alle Fälle beim TVB, als Saisonziel einen Platz unter den ersten Drei ausgegeben hat: Zimmer liebäugelt mit dem Titel. "Ich würde gerne wieder Regionalliga spielen", sagt der 27-Jährige. Damit das funktioniert, wurden mit Pascal Wilhelm und Jan Dörrenbächer vom TV Göttelborn zwei Spieler verpflichtet, von denen Zimmer denkt, "dass sie tendenziell Stammkräfte sind". Die Neuen in die Mannschaft zu integrieren, das war eines der Themen der Vorbereitung. Der Schwerpunkt lag aber auf dem Abwehr-Block. "Das war vergangene Saison unsere Schwachstelle", sagt Schu, der zwei Jahre als Co-Trainer Erfahrung sammelte und nun das Amt von Holger Dörrenbächer übernommen hat. Ob und wo das Spiel gegen Mainz-Gonsenheim aber überhaupt ausgetragen wird, entscheidet sich erst diesen Samstag. Je nachdem, ob der Boden in der St. Annenhalle in Alsfassen mitspielt. Freisen. Der Oberliga-Aufstieg kam per Post für die Volleyball-Damen des SSC Freisen: Nach dem Rückzug des TV Düppenweiler war für den Verbandsliga-Vize ein Platz frei. Dieses Glück der Stunde will SSC-Trainerin Brigitte Schumacher nutzen, dafür wird seit Wochen geschuftet: "In der Oberliga muss von Anfang bis Schluss volle Konzentration da sein - in jedem Spiel." Ältere Spielerinnen wüssten dies, ihre Schützlinge aufgrund ihrer Jugend manchmal nicht. Trotzdem traut Schumacher ihrer Mannschaft den Klassenverbleib zu: "Die Mädels spielen putzmunter, manchmal sogar frech und haben Spaß." Doch mit Spaß allein gewinnt man nicht. "Wir haben in der Vorbereitung viel am Spieltempo gearbeitet. In der Oberliga ist es wichtig, schnell und variantenreich beim Zuspiel zu sein", sagt Schumacher. Ein besonderer Coup war die Verpflichtung von Anna Tadros (Lebach). Die Nachwuchsspielerin ist die Tochter der ehemaligen polnischen Nationalspielerin Barbara Borowska-Tadros, die ebenfalls zum Kader des SSC gehört. Am Donnerstag im Abschlusstraining vor dem Saisonauftakt beim TV Holz (Sonntag, 14 Uhr) war die Spannung nahezu greifbar. "Wir sind froh, wenn es jetzt los geht", sagt Schumacher: "Die Spielerinnen sind angespannt. Aber in den Vorbereitungsturnieren haben sie ihr Talent und ihre Spielfreude gezeigt." Damit die SSC-Mädels nicht nur spielerisch eine gute Figur machen, gab es neue Trikots - in schwarz-türkis. "Sehr schön", ist sich Schumacher mit ihren Spielerinnen, die sich bereits farblich abgestimmte Haarbänder und weitere passende modische Accessoires zugelegt haben, einig. Nicht einig war man sich bei der Trikotnummer: "Die jungen Hühner wollten doch tatsächlich glitzernde Nummern", sagt Schumacher und lacht: Mode hin, Mode her - das ging dann doch zu weit. tog