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Polizei: Mann (34) wollte Opfer (23) am St. Wendeler Bahnhof töten

Polizei: Mann (34) wollte Opfer (23) am St. Wendeler Bahnhof töten

Dramatischer Zwischenfall Donnerstagmorgen im St. Wendeler Bahnhof: Mit einem Messer ist ein Angreifer auf sein Opfer losgegangen und hat es dabei schwer verletzt. Dann floh der mutmaßliche Täter. Wenig später fasste ihn die Polizei in der Stadt.



Ein schon länger schwelender Streit ist am Donnerstagvormittag im St..Wendeler Bahnhof blutig eskaliert. Dabei streckte ein Mann sein Gegenüber mit einem Messer durch einen Stich in den Oberkörper nieder.

Ein Sprecher der St..Wendeler Polizei bestätigte entsprechende Informationen der Saarbrücker Zeitung, wonach es gegen 8.30.Uhr zu einer brutalen Auseinandersetzung vor Augen der Beschäftigten der Baumholder Bäckereikette Kohl kam. Diese betreibt das Café, indem sich die Attacke abspielte.

Demnach hatten beide Männer zuerst an einen Tisch gesessen. Es sollte nicht lange dauern, bis sie sich in die Haare bekamen. Der 34.Jahre alte Mann mit dem Messer drohte dem 23-Jährigen. Es sei noch eine Rechnung offen, die es zu begleichen gelte. Daraufhin griff er nach der Waffe. Es soll sich dabei um ein so genanntes Butterfly-Messer handeln, dessen Klinge mit flinken Handgriffen freigelegt wird. Dann stach der St..Wendeler zu, traf den Oberkörper seines Opfers, das ebenfalls aus der Kreisstadt stammt.

Dann machte sich der Angreifer davon, flüchtete Richtung City. Wie Stephan Laßotta von der Pressestelle des Landespolizeipräsidiums in Saarbrücken auf Nachfrage bestätigt, schnappten Ermittler nach kurzer Fahndung zu.

Das Opfer kam schwer verletzt ins St..Wendeler Marienkrankenhaus, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Innere Organe seien durch den Messerstich nicht betroffen.

Am Nachmittag beantragte ein Staatsanwalt in der Landeshauptstadt Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter. Ein Richter am Saarbrücker Amtsgericht schickte ihn ins dortige Gefängnis. Die Polizei geht nach bisherigen Ermittlungsergebnissen von versuchter Tötung aus. Denn der Festgenommene habe mit seinem gezielten Stich in den Oberkörper einen möglichen Tod seines Kontrahenten "billigend in Kauf genommen".
Schon geraume Zeit besteht nach SZ-Recherchen eine ernsthafte Fehde zwischen den Männern. Sie soll unter anderem an gegenseitigen Vorwürfen zu Ruhestörung entbrannt sein, als die Gegner in einem St..Wendeler Stadtteil ein Haus in getrennten Wohnungen bewohnten. Zudem seien sie den Beamten bereits wegen verschiedener anderer Delikte bekannt.