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Polizei kennt Verursacher: Sprüche auf Skulptur bei St. Wendel gemalt

Es geschah wohl in frommer Absicht : Steinskulptur mit Botschaften beschmiert

Die Schriftzüge wurden Sonntagfrüh mit Farbe aufgetragen. Die Polizei hat den Fall bereits geklärt.

Es ist schon gute Tradition geworden, dass der St. Wendeler Pastor Klaus Leist die Gläubigen an Maria Himmelfahrt zu einer Eucharistiefeier unter freiem Himmel lädt. Kulisse dafür bietet die Skulpturenstraße auf der Baltersweiler Höhe. Der „Große Fuß“ von Künstler Yoshimi Hashimoto wurde am vergangenen Sonntag einmal mehr mit Blumen und Laternen als Altar dekoriert.

Doch woher kamen plötzlich die Schriftzüge auf dem Stein?  „Ave Maria“, „Hoffnung“, „Jesus liebt Dich“ und „Halleluja“ ist darauf zu lesen. Thematisch irgendwie passend. Aber nicht gewollt. Im Namen der Pfarreiengemeinschaft St. Wendel distanzierte sich der Pastor umgehend von den „Schmierereien am Großen Fuß“ (wir berichteten).

Cornelike Lagerwaard, Vorsitzende des Vereins Straße des Friedens, erfuhr am Montag von den Schriftzügen auf dem Stein. „Man darf die Steine benutzen, aber nicht beschädigen“, stellt sie klar. Die Kunsthistorikerin will sich jetzt den Rat eines Steinmetzes einholen, was am besten zu tun sei. Erste Versuche ihrerseits am Dienstag die Farbe abzuwaschen, sind gescheitert.

Die Polizei St. Wendel hat inzwischen nicht nur die Anzeige des Vereins aufgenommen, sondern den Fall bereits geklärt. Wie die aufgemalten Botschaften schon vermuten ließen, handelt es sich nach Angaben eines Polizei-Sprechers, um einen „älteren, sehr frommen Mann“, der die Schriftzüge angebracht hatte. Er habe ein Einsehen gehabt und bereits versucht, die Botschaften wieder zu entfernen. Dies gelang ihm aber nicht.