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Paten erleichtern Älteren die Rückkehr aus der Klinik

Paten erleichtern Älteren die Rückkehr aus der Klinik

Das Marienkrankenhaus St. Wendel sucht ehrenamtliche Paten auf Zeit. Im Projekt Plus P begleiten diese Paten ältere und allein stehende Patienten , die aus dem Krankenhaus entlassen worden sind, für zwei bis drei Monate zu Hause, um diesen die erste Zeit nach der Rückkehr in die häusliche Umgebung zu erleichtern.

Denn erfahrungsgemäß ist diese Phase geprägt von Unsicherheiten, heißt es in einer Mitteilung der Klinik. "Ich weiß nicht, was ich ohne Sie gemacht hätte", war beispielsweise die Aussage einer 84-jährigen Patientin nach zahlreichen Wirbelbrüchen. Ein Dank an die Unterstützung der Paten, die nicht nur Mut machten, sondern auch bei der Vermittlung zuständiger Stellen für ihre Anliegen halfen. So gelang es der Patientin nach der Zeit im Krankenhaus wieder weitestgehend selbstständig ihr Leben zu meistern. Mit dem Patenangebot trägt das Krankenhaus den geänderten gesellschaftlichen Strukturen und der demographischen Entwicklung im ländlichen Raum Rechnung. Anders als noch vor wenigen Jahrzehnten haben ältere Patienten immer öfter keine Angehörigen mehr, die nach einem Krankenhausaufenthalt für sie da sein können. Auch die nachbarschaftlichen Beziehungen sind oftmals lockerer geworden als früher.

Die Paten versuchen, für diese Menschen Zugang in bestehende soziale Strukturen vor Ort zu schaffen. "In Zukunft bedarf es eines dichten Netzwerkes und viel Fantasie, um Begegnungen zwischen Menschen möglich zu machen", ist sich die Krankenhausoberin Hildegard Marx bewusst.

Wer Pate werden möchte, kann sich ans Sekretariat der Krankenhausoberin wenden, Tel. (0 68 51) 59 12 04, Mail: veronique.klees@marienhaus.de