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Ostermarkt in St. Wendel vom 4. bis 7. April 2019

Allerl(Ei) für das Fest : Osterhasen erobern die St. Wendeler Altstadt

Heute beginnt der Ostermarkt in der Kreisstadt. Der Veranstalter hofft auf mehr Besucher denn je.

An Tagen wie diesen ist die St. Wendeler Altstadt einfach zu klein. Tausende Besucher quetschen sich durch die engen Gassen, wenn der Ostermarkt seine Türen öffnet. Ein Geheimtipp ist der schon lange nicht mehr. Etliche Reiseunternehmen haben den Markt im nördlichen Saarland bereits in ihr Programm aufgenommen. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr einen neuen Besucherrekord aufstellen werden“, sagt Marktchefin Leonie Paqué von der St. Wendeler Stadtverwaltung. Sie schätzt, dass 2018 etwa 70 000 Gäste in die Kreisstadt gekommen sind – und ist zuversichtlich, dass es dieses Jahr noch mehr werden. Je 5000 Busunternehmen und Vereine hat Paqué angeschrieben und auf das Ereignis hingewiesen. „Ich bin gespannt, wie viele kommen. Das muss ja nicht angemeldet werden“, erklärt die Marktchefin. Sie erinnert sich, dass vergangenes Jahr rund 120 Busse aus Südwestdeutschland und dem benachbarten Ausland Station beim Ostermarkt gemacht haben.

„Wir legen großen Wert darauf, dass der Markt nicht nur von einem hochwertigen, mit viel Liebe ausgesuchten Verkaufsangebot bestimmt wird, sondern mit einem ansprechenden Ambiente und einem abwechslungsreichen Programm zu einem kulturellen Höhepunkt wird“, sagt Bürgermeister Peter Klär (CDU). Ein Höhepunkt, der vier Tage lang andauert. Am heutigen Donnerstag, 4. April, klappen die Händler ihre Budenfenster auf. An insgesamt 95 Verkaufshäuschen bieten sie österliches Kunsthandwerk und regionale Speisen an. Wer seine Shopping-Tour nicht darauf beschränken möchte, sollte am Sonntag, 7. April, in die Kreis- 
stadt kommen. Ab 13 Uhr öffnet dann der Einzelhandel seine Türen. „Das Ganze soll auch der Wirtschaftsförderung dienen. Die Markt-Besucher schlendern schließlich auch durch die Geschäfte“, weiß Paqué. Die Kombination aus Ostermarkt und verkaufsoffenem Sonntag habe sich bewährt.

Ebenfalls fester Bestandteil ist die Osterkrone auf dem Brunnen am Schlossplatz. Geschmückt mit 2000 handbemalten Eiern zieht sie Jahr für Jahr die Blicke von Kindern und Erwachsenen auf sich. „Die Gäste staunen immer wieder über dieses beeindruckende Kunstwerk mit seinen filigranen Arbeiten“, hat Paqué beobachtet. Phantasievoll gestaltet sind auch die Hasen-Häuschen rund um den Dom. Mehr als hundert Osterhasen aus Pappelholz, allesamt Handarbeiten aus dem Erz- 
gebirge, haben darin ein Zuhause gefunden. Sie kochen in der Hasenküche, werkeln in der Ostereier-Malwerkstatt und musizieren im Orchester am Bostalsee. Wer noch tiefer in die Welt der Osterhasen eintauchen möchte, kann einen Blick in das Zelt hinterm Rathaus werfen. „Dort ist eine Ausstellung handgefertigter Osterhasenstuben zu bewundern, die einmalig im Südwesten ist“, verrät die Marktchefin. Sie weist in dem Zusammenhang auf ein weiteres Osterhasenhäuschen hin, das beweglich in ein riesiges Osterei eingearbeitet ist.

Familien mit Kindern rät Paqué außerdem dazu, einen Abstecher in die Luisenstraße zu machen. Dort haben sie die Möglichkeit, Figuren zu modellieren, Ostergeschenke zu basteln oder sich im Ostereier-Weitwurf, Sackhüpfen und Armbrustschießen zu messen. Für Kinder ab zwölf Jahren sei zudem die Nachtwächterführung interessant. Feldherren, Künstler, Gelehrte und sogar die Stammmutter der Windsors haben in der Kleinstadt ihre Spuren hinterlassen. Davon erzählt jeden Abend zwischen 17 und 19 Uhr ein Nachtwächter und beschließt mit seinen Geschichten den Markttag.

Vor der Osterkrone verteilt dieser Osterhase bunte Eier an die Kinder. Foto: Bonenberger & Klos/B&K

„Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen“, hofft Paqué. Je mehr Sonne, desto mehr Besucher. Ob es für einen neuen Rekord gereicht hat, wird sich am Sonntagabend zeigen. Dann geht der 24. St. Wendeler Ostermarkt zu Ende.