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Neuer Händler auf Wochenmarkt St. Wendel setzt auf regionale Produkte

St. Wendeler Wochenmarkt : Auch der Neue legt großen Wert auf regionale Produkte

Harald Klein hat zum Jahreswechsel einen Obst- und Gemüsestand auf dem St. Wendeler Wochenmarkt in der Mott übernommen.

Der 15 Meter lange Obst-und Gemüsestand auf dem St. Wendeler Wochenmarkt ist der selbe geblieben. Alle Produkte sind aufgebaut wie immer, und mit Iris Beining wird die Kundschaft von einem vertrauten Gesicht bedient. „Sind sie der Bruder von Gerhard Dini? Das haben die Kunden mich schon gefragt“, berichtet Beinings neuer Chef Harald Klein. Der 51-jährige Gemüsehändler aus Bexbach-Höchen hat zum Jahresbeginn den Verkaufsstand sowie den Markt-Standplatz von Dini übernommen. Der Selbsterzeuger aus Lisdorf war zum Jahreswechsel nach 35 Jahren in den verdienten Ruhestand gegangen (wir berichteten).

„Wir haben uns im vergangenen Jahr auf dem Großmarkt in Saarbrücken getroffen und sind dabei ins Gespräch gekommen“, berichtet Klein. Und das habe genau gepasst, denn gerade zu dieser Zeit sei er auf der Suche nach etwas anderem gewesen. Zuvor ist Klein mit seinem Verkaufsmobil Klein-Gemüse durch die Dörfer gefahren und hat zudem zwei feste Standplätze belegt. „Aber beim Geschäft habe ich keine Steigerung feststellen können“, bilanziert Klein. Weil bei den Übernahmegesprächen die Orientierung gestimmt habe, sei er mit Dini schnell klargekommen. „Da ich nur eine kleine Verkaufsauslage besessen habe, habe ich zusätzlich noch seinen Verkaufsstand übernehmen können“, sagt der Gemüsehändler.

Und so bleibe der Erkennungswert bestehen. „Wir haben alle Produkte auch wie vorher aufgebaut, und damit weiß die Kundschaft weiterhin, wo was zu finden ist“, erklärt er. Beim Angebot setzt Klein weiter auf regionale Produkte aus Lisdorf, dem Saarland und aus dem nahen Frankreich. „Frisches Obst und Gemüse wie Grünkohl, Wirsing, Kohlrabi oder Chinakohl läuft gut“, meint Klein. Produkte, die aktuell nicht in die Saison passen, will er nicht anbieten.

Neu sind die Kartoffeln, die er von einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb im westpfälzischen Lambsborn bezieht. „Die Kartoffeln sind komplett unbehandelt. Sie reifen ohne chemische Krautabtötung natürlich auf dem Acker aus und werden ohne keimhemmende Mittel eingelagert“, erläutert Klein, der darüber hinaus von einem Imker aus Breitenbach nahe Kusel mit Honig beliefert wird.

Mittlerweile ist der Neue nach eigener Angabe auf dem Wochenmarkt in der Kreisstadt angekommen. „Der Markt gefällt mir von der Anordnung sehr gut und ich kann eine nette Kundschaft bedienen“, schildert er seine Eindrücke.

Der Markthändler setzt beim Verkauf auf Kommunikation und den Dialog mit den Menschen vor dem Stand. „Der Kontakt zu den Kunden ist mir wichtig, dabei ist das persönliche Gespräch das Allerwichtigste und dabei muss es ja nicht immer um das Gemüse gehen“, betont Klein.

Seit Jahresbeginn bedient Obst-und Gemüsehändler Harald Klein die Kundschaft auf dem St. Wendeler Wochenmarkt. Foto: Frank Faber

Künftig will er bei der Verpackung der Produkte die Plastiktüten abschaffen und mehr mit Papier arbeiten. Gerne gibt er zu, dass sich sein beruflicher Alltag mit dem Jahresbeginn grundlegend verändert hat. „Ich habe jetzt drei feste Markttage. Donnerstags bin ich in St. Wendel und mittwochs und samstags in St. Ingbert. Dazwischen habe ich meine Bürotage, kümmere mich um den Einkauf und bereite das Sauerkraut vor“, berichtet Klein. Aktuell sucht er neben Iris Beining und Julia Müller noch eine dritte Mitarbeiterin für den St. Wendeler Wochenmarkt.