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Neuer Einlass-Bereich vor dem Marienkrankenhaus-Eingang in St. Wendel

Aus Vorsicht in Zeiten von Corona : Personal geht erst durchs Zelt, dann in die Klinik

In dem neuen Einlass-Bereich werden Fragen rund um die Gesundheit gestellt.

Er hat sich verändert, der Blick auf den Haupteingang des St. Wendeler Marienkrankenhauses. Denn dort steht seit Samstag im Schutz der Überdachung ein Zelt. Was es damit auf sich hat, erklärt Heribert Frieling, Sprecher der Marienhaus-Gruppe: „Es dient einer Art Einlass-Kontrolle für alle Mitarbeiter.“ Diese würden jeweils zu Schichtbeginn zunächst in dem Zelt in Empfang genommen. „Dort werden sie unter anderem gefragt, ob sie irgendwelche Symptome verspüren, Kontakt zu Corona-Patienten hatten oder unlängst aus dem Urlaub in einem Risikogebiet zurückgekehrt sind“, zählt Frieling auf. Da momentan für die Klinik ein Aufnahmestopp von Patienten gilt, ist es aktuell lediglich das Krankenhaus-Personal, das den neuen Einlass-Bereich durchläuft. Wird dieser Stopp wieder aufgehoben, müssten sich auch Patienten zunächst in dem Zelt vorstellen. Das ist von 5.30 bis 21 Uhr besetzt. So könnten laut Frieling alle Schichten abgedeckt werden.

Da es gerade früh am Morgen noch recht frisch sein kann, wurde auch an eine Heizung gedacht. Denn erkälten soll sich dieser Tage niemand. Aufgebaut wurde das Zelt von Helfern des Technischen Hilfswerks (THW) im Ortsverband St. Wendel, genauer gesagt von der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung. Das berichtet der Ortsbeauftragte Markus Tröster. Es war der erste Einsatz des St. Wendeler THW in Zeiten von Corona.

Hinter den Kulissen sei aber bereits eine Bestandsaufnahme gelaufen: „Wir haben geschaut, was uns an Feldbetten und Zelten zur Verfügung steht“, sagt Tröster. Die Stärken der Helfer-Truppe sieht er im Bereich Logistik. „Da könnten wir Aufgaben übernehmen, beispielsweise Transporte von Proben, Materialien und Schutzausrüstungen.“ Auch eine Dekontaminationsschleuse könnte das THW bei Bedarf aufbauen. Insgesamt 40 Einsatzkräfte seien zur Stelle, wenn sie gebraucht werden.