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Narren stürmen Landratsamt in St. Wendel

Narren stürmen Landratsamt : Als Putzfrau getarnter Landrat wird abgeführt

Kinderprinzenpaar umgeht geschickt die Wachen und lässt sich von der Tarnung nicht beirren.

Ein Armutszeugnis lieferten elf Leibwächter zur Verteidigung ab, sodass ein Kinderprinzenpaar der kleinen Coburger Narrenschar fast ungehindert ins Büro des St. Wendeler Landrates Udo Recktenwald (CDU) eindringen konnte. Seine Tarnung als AKK-Double, das als Putze unterwegs war, flog auf, und er wurde in Ketten abgeführt. Bei Gericht führte der Ochsitorium-Richter aus: „Der Verbleib der Gretel ist ungewiss. Sie irrt heimatlos umher, übernimmt alle möglichen Tätigkeiten, die sie gar nicht gelernt hat“. Das Kürzel AKK, meinte Recktenwald zu seiner Entlastung, stehe für „Außergewöhnliche Kehrbesen-Kapazität“. Nur in Thüringen“, so der inhaftierte Verwaltungschef, das lasse ihn stutze, dort lasse man AKK nicht putze.

Zur Entlarvung des Landrats fragte der Richter, ob sein Einkommen nicht attraktiv genug sei und warum er auf das Niveau einer Stubenbesen-Verfechterin herabgestiegen sei. „Nicht als neuer Chef der Landesmedienanstalt, vielmehr folge ich der AKK. Als Putzmann hier an Blies und Saar – Ministerien, Staatskanzlei, alles putze ich einwandfrei“, ist Recktenwald überzeugt, auch beim LSVS mit hartem Besen zu kehren.

Seine Maskerade, alles Gejammer, Gewinsel und seine unzähligen Zugeständnisse prallten gnadenlos an der tierischen Justiz ab. Der Urteilsspruch des Richters lautete: „Die ungewisse Aufgabe der närrischen Regierung haben sofort die Ochsen zu übernehmen, und daher den gewohnten Zustand zu erhalten“. Recktenwald zeigte sich daraufhin einsichtig und gestand: „Mein Putzerdasein war ein Flop, lasst uns feiern - Alleh hopp!“