Einweihung in Hoof: Mit neuem Platz für die Zukunft gerüstet

Einweihung in Hoof : Mit neuem Platz für die Zukunft gerüstet

Die Fußballer der SG Hoof-Osterbrücken haben einen modernen Kunstrasenplatz erhalten. Einen Untermieter hat die SG auch schon.

Vor dem Heimspiel der Bezirksliga-Fußballer der SG Hoof-Osterbrücken gegen den SC Alsweiler (1:2) wurde am Sonntag vor 14 Tagen der neue Kunstrasenplatz in Hoof offiziell eingeweiht. „Es war aber nur ein ganz kleines Einweihungsprogramm“, berichtet der SG-Vorsitzende Frank Keller. Die große Eröffnungsfeier werden wir im nächsten Jahr feiern, wenn der SV Hoof sein 90-jähriges Jubiläum hat. Dann wird es ein dreitägiges Fest geben.“

Zu Gast bei der kleinen Einweihung war unter anderem St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU), der den neuen Kunstrasen für den Spielbetrieb freigab. Der neue Platz in Hoof entstand dabei in Rekordzeit: Da die Drainage des alten, 15 Jahre alten Kunstrasenplatzes noch in einem guten Zustand war, musste nur eine neue Kunstrasen-Decke aufgetragen werden. „Das war eine Geschichte von drei Wochen“, berichtet Keller.

Der neue Belag entspricht dabei modernsten Ansprüchen. Verfüllt ist der Kunstrasen auch nicht mehr mit Mikroplastik-Granulat, sondern – wie seit neuestem gefordert und üblich – mit dem umweltfreundlicheren Kork. Keller: „Wir haben uns das im Nachwuchsleistungszentrum in Mainz angeschaut und uns dann schon sehr früh für Kork entschieden. Der Kork sorgt für Spieleigenschaften, die denen von Naturrasen sehr ähnlich sind.“

Die Kosten für das Projekt betrugen rund 200 000 Euro. Zuschüsse gab es vom Ministerium, der Sportplanungskommission und der Stadtverwaltung, die sich mit jeweils rund 50 000 Euro beteiligten. Die restlichen Gelder steuerte der Verein selbst bei. „Solche Kosten sind für einen kleinen Verein wie uns schwer zu stemmen. Aber das hier war noch in einem Rahmen, den wir hinbekommen“, erklärt Keller. Auch Freunde und Gönner des Clubs beteiligten sich: Bei einer Crowdfunding-Aktion gelang es, mehr als 4000 Euro an Spendengeldern zu sammeln.

Der neue Platz soll den Verein fit für die Zukunft machen – und auch dem Nachwuchs dienen. „Wir gehören im Jugendbereich der SG St. Wendel-Ostertal an und haben dort einige gute Jugendspieler. Denen wollen wir etwas Gescheites bieten“, sagt Keller.

Zudem hofft der Vorsitzende, dass auf dem neuen Platz auch das Verletzungsrisiko geringer ist. Denn immer wieder zogen sich Akteure der SG Hoof-Osterbrücken in den vergangenen Jahren auf dem alten Geläuf schwerere Verletzungen zu.

Auf ihrem neuen Platz hat die Spielgemeinschaft auch schon einen Untermieter. Kreisligist SV Leitersweiler trägt bis zum Ende dieser Saison seine Heimspiele in Hoof aus. Denn auch in Leitersweiler entsteht zurzeit ein neuer Platz. Allerdings kein Kunst-, sondern ein Naturrasen. Auf der Suche nach einer Ausweichspielstätte wurde der SV in Hoof fündig. Geld verdienen wird der Bezirksligist mit seinem Untermieter aber nicht. „Das ist ein freundschaftlicher Dienst. Wir machen das zum Selbstkostenpreis“, berichtet Keller.

Am Sonntag vor einer Woche war Leitersweiler zum ersten Mal in Hoof zu Gast. Dort besiegte der SV die SG Oberkirchen-Grügelborn II mit 8:1. „Auf dem neuen Kunstrasen zu spielen, hat richtig Spaß gemacht“, sagt Michael Madel. Der 27-Jährige ist Spieler und zweiter  Vorsitzender beim SV Leitersweiler.

Kein Wunder, denn schließlich mussten er und seine Teamkollegen bei Heimspielen bislang immer auf dem Hartplatz in Leitersweiler ran. Dass dieser jetzt zu einem Rasenplatz umgebaut wird, ist für den SV die Umsetzung eines Traums. „Wir freuen uns sehr, dass der Platzneubau bei uns endlich losgegangen ist. Denn für die Entwicklung des Vereins ist der Rasenplatz unheimlich wichtig“, erklärt Madel.

Die alte Hartplatzdecke ist mittlerweile abgetragen. Noch in diesem Jahr soll der Rasen eingesät werden. Die Eröffnung des Platzes ist für Juli 2020 geplant. „Wir kalkulieren mit Gesamtkosten in Höhe von rund 185 000 Euro“, verrät Madel. Genau wie Hoof-Osterbrücken erhält auch der SV Leitersweiler Zuschüsse von der Sportplanungskommission, dem Ministerium und der Stadt St. Wendel.

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