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Mit Nachrücker sechs Parlamentarier aus St. Wendeler Land

Mit Nachrücker sechs Parlamentarier aus St. Wendeler Land

Sarah Gillen zieht als fünfte CDU-Politikerin in den Saar-Landtag. Ingenieurin sieht sich als Vertreterin des Mittelstandes. Ein Mandat für die SPD.

Wegen des Verzichts der Friedrichsthalerin Anja Wagner-Scheid (CDU) auf ihr Mandat rutscht nun Sarah Gillen aus St. Wendel in den Saar-Landtag. Die 33-Jährige hatte bei der Wahl am 26. März den siebten Platz auf der Landesliste ihrer Partei belegt und den direkten Einzug verpasst.

Die Diplom-Ingenieurin, die als selbstständige Baufachberaterin tätig ist, gehört nach eigenen Angaben seit 2001 der Union an. Zwar hat sie kommunalpolitische Erfahrung, ist bislang nicht offensiv in dieser Rolle in Erscheinung getreten. So habe die St. Wendelerin unter anderem verschiedene Ämter auf Orts-, Gemeinde- und Kreisebene sowohl bei der christdemokratischen Nachwuchsorganisation Junge Union (JU) und in der Partei selbst innegehabt. Zurzeit ist sie Mitglied des CDU-Stadtverbandsvorstandes.

Sie kündigt an, sich für die Interessen des Mittelstandes stark zu machen. Gillen gehört bereits der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) an. Des Weiteren liege der Mutter von zwei Mädchen (6 und 9) Familienpolitik am Herzen. Sie will sich für erschwingliche Eigenheime stark machen. "Es wird immer schwieriger, Bauland in den Städten zu bekommen", klagt die Politikerin. Preiswertes Bauland gebe es noch in den Gemeinden, aber Familien suchten auch in St. Wendel. "Wenn hier gebaut wird, dann meistens Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen, die so teuer sind wie ein Einfamilienhaus", klagt Gillen. Diese seien oft Spekulationsobjekt statt Wohnraum, den sich Familien nicht leisten könnten, mahnt die Nachrückerin.

Am 25. April tritt der neue Landtag zur ersten Sitzung zusammen. Dann gehören ihm sechs Vertreter aus dem Landkreis St. Wendel an. Für die CDU neben Sarah Gillen weiterhin Klaus Bouillon, Hermann Scharf und Ruth Meyer sowie Neuling Alexander Zeyer. Die SPD schickt abermals Magnus Jung nach Saarbrücken.