Mit Kreide hat alles angefangen

Walter Hoffmann malt seit seiner Kindheit mit großer Leidenschaft. Er hat verschiedene Techniken erlernt, besonders hat es ihm aber das Aquarellieren angetan. Seine Motive sind unter anderem alte, bereits verschwundene Gebäude.

Die Begeisterung sieht man ihm an. Wenn Walter Hoffmann erzählt, wie er zur Malerei kam und was ihn daran heute, nach so vielen Jahren, immer noch fasziniert, leuchten seine Augen und ein Strahlen liegt auf seinem Gesicht. Noch bis Ende Februar zeigt Hoffmann seine Arbeiten im St. Wendeler Marienkrankenhaus.

Er malt seit seiner Kindheit . Damals schnappte er sich ein Stück Kreide, das seinem Vater aus der Hosentasche gefallen war, und bemalte die Treppe seiner Schule. Der Vater erkannte sein Talent und begann, ihn zu fördern. Später besuchte er Kurse bei namhaften Lehrern, erlernte unterschiedliche Maltechniken und experimentierte mit den verschiedenen Materialien. "Seit den 1970-er Jahren ist das Aquarellieren meine Passion," sagt Hoffmann. Über die Jahre hat er diese Technik immer mehr verfeinert und so ist er heute in der Lage, seine Eindrücke detailreich aufs Papier zu bringen.

Blick in die Vergangenheit

Die Motive für seine Werke findet der in Urweiler lebende Künstler auf Spaziergängen in der Region und auf Reisen. Dank seiner realistischen Malweise entstehen Kunstwerke mit hohem Wiedererkennungswert. Walter Hoffmann malt jedoch nicht nur Dinge, die sind, sondern auch Dinge, die einmal waren. Anhand von alten (Bau-)Plänen oder Fotografien rekonstruiert er mit Vorliebe Gebäude (wie die ehemalige Synagoge in der Kelsweilerstraße in St. Wendel ) oder Plätze (wie die alte Tränke in Urweiler) und macht so Verschwundenes wieder sichtbar.

Sein Wissen gibt der 65-Jährige inzwischen in eigenen Kursen an andere weiter.