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Neues Freizeitangebot: Mit dem Rennrad auf Tour im Landkreis

Neues Freizeitangebot : Mit dem Rennrad auf Tour im Landkreis

Wer es sportlich auf dem Drahtesel mag, dem könnten die neuen Rennrad-Routen gefallen. Sieben hat der Landkreis St. Wendel konzipiert.

Einfach drauf losradeln war gestern. Wer gerne auf dem Drahtesel in der Natur unterwegs ist, der findet passende Touren für seine Kondition und sein Gefährt. „Das Thema Radfahren hat einen hohen Stellenwert, ist ein zentrales touristisches Angebot“, betont St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU). Das St. Wendeler Land sei der erste Landkreis mit einem Radwander-Konzept und entsprechenden Karten gewesen. Inzwischen gibt es ein landesweites Konzept: Saar-Rad-Land.

Über 1200 Kilometer erstreckt sich das Radwegenetz im Landkreis. Dazu gehören neun ausgeschilderte Mountainbike-Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Distanzen. Hinzu kommen Wanderrouten für Radfahrer. Jetzt hat der Landkreis St. Wendel sein Angebot erweitert — für die Rennrad-Liebhaber. Sieben Routen wurden konzipiert: von 30 Kilometern Länge bis 175 Kilometer. Damit sollen laut Recktenwald „ambitionierte Radfahrer“ angesprochen werden. Und da die meist auch technisch gut ausgerüstet seien, gebe es dieses Mal keine Karten, die alle Strecken verzeichnen. Sondern eine Internetseite, die die einzelnen Routen samt interaktiver Karten und GPS-Daten auflistet. „Der Ausgangspunkt der Routen ist immer mit Parkplatz“, informiert Recktenwald.

Die Rennrad-Strecken seien asphaltiert, sollen die landschaftlichen Vorzüge der Region zeigen. Wie Martina Scheer, Chefin der Tourist‑
information St. Wendeler Land anmerkt, sind nur einige wenig befahrene Nebenstraße Teil der Routen. Außerdem habe sich  hier und da das Kreuzen von Hauptstraßen nicht vermeiden lassen. Anhand von Internetzugriffen, Zahlen der ausgeliehenen Rädern ließen sich Rückschlüsse ziehen, wie viele Familien und Freizeitsportler mit ihren Drahteseln im Landkreis unterwegs sind. „Viele Gäste fragen auch wegen Übernachtungen bei uns nach“, weiß Scheer. Landrat Recktenwald betont, dass die Radfahrer somit auch zur Wertschöpfung in der Region beitragen. Dazu einige Zahlen. Radfahrer, die in der Region ihren Urlaub verbringen, würden pro Tag im Schnitt 75 Euro ausgeben. Bei radfahrenden Tagestouristen seien es laut Landkreis  etwa 16 Euro.

 Rennrad-Rundstrecke Komb-Tour
Rennrad-Rundstrecke Komb-Tour Foto: SZ/Astrid Müller
 Rennradtour St. Wendel
Rennradtour St. Wendel Foto: SZ/Astrid Müller
 Rennradstrecke Bostalsee-Tour
Rennradstrecke Bostalsee-Tour Foto: SZ/Astrid Müller

Die Routen, die im St. Wendeler Land ihren Ausgangspunkt haben, lassen sich überregional erweitern. Hier exemplarisch drei der sieben Routen (siehe Grafiken)

  • Große Kombi-Tour St. Wendeler Land: Über die Grenzen des Landkreises hinaus führt beispielsweise auch die Große Kombi-Tour St. Wendeler Land. Diese Rennrad-Route ist 175 Kilometer lang und damit die längste. Der Start der Tour ist in St. Wendel und führt durch das Ostertal, Freisen und Nohfelden über den Peterberg. Weiter geht es über Nonnweiler und Wadern nach Tholey. Von dort geht es über Marpingen und Ottweiler zurück nach St. Wendel. Unterwegs müssen etwa 2370 Höhenmeter überwunden werden.
  • St. Wendel Tour: Mit einer Länge von 59,4 Kilometern ist diese Route innerhalb der sieben Rennrad-Touren von der Distanz her im Mittelfeld anzusiedeln. Los geht es am Parkplatz hinter dem Bahnhof in St. Wendel. Es geht durch die Stadt und den Stadtteil Urweiler nach Leitersweiler. Auch das Ostertal wird durchquert. Weitere Stationen sind Oberkirchen, Asweiler, Walhausen, Türkismühle, Eckelhausen, der Bostalsee sowie der Wareswald inTholey. Von dort aus geht es auf dem Wendelinusradweg zurück in die Kreisstadt.
  • Bostalsee-Tour: Mit 38,2 Kilometern ist die Bostalsee-Tour die Einsteiger-Route. Der Startpunkt ist — wie der Name bereits verrät — an der Tourist-Info am Bostalsee. Etwa zwei Stunden sind die Rennradler unterwegs. Die Strecke führt durch Bosen über Eiweiler und Mettnich auf einem fünf Kilometer langen steilen Anstieg hoch auf den Peterberg. Von dort geht es hinunter nach Schwarzenbach. Weitere Stationen sind Eisen, Achtelsbach, Meckenbach und Sötern. Von dort aus geht’s zurück zum Bostalsee.