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„Mein Weihnachtswunsch“-Aktion in St. Wendel läuft

Wunschbaum-Aktion in St. Wendel gestartet : Wünsche pflücken und Freude schenken

Wer möchte, kann mithelfen, dass auch bedürftige Kinder ein Weihnachtsgeschenk bekommen.

Es mag für viele befremdlich klingen. Aber Tatsache ist, dass es bei manchen Familien – aus welchen Gründen auch immer – finanziell nicht für ein Geschenk für ihre Kinder zu Weihnachten reicht. Diese Erfahrung macht auch Caritas-Mitarbeiter Winfried Maurer regelmäßig: „Ich weiß aus meiner Beratungsarbeit, dass es immer wieder Kinder gibt, die an Weihnachten vergeblich auf ein Geschenk hoffen. Sei es, weil gerade die Waschmaschine vor Weihnachten kaputt geht, oder weil es im Budget einer Familie einfach nicht für ein Geschenk reicht.“

Um auch diesen Kindern die Freude über ein Geschenk unter dem Tannenbaum zu ermöglichen, veranstaltet der Caritasverband Schaumberg-Blies in Zusammenarbeit mit der Dom-Galerie seit elf Jahren in der Vorweihnachtszeit die Aktion „Mein Weihnachtswunsch“. Schirmherr ist auch in diesem Jahr Landrat Udo Recktenwald (CDU), der die Spendenaktion von Beginn an tatkräftig unterstützt hat.

Und so funktioniert die Aktion: Bedürftige Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren können ihren Weihnachtswunsch mitteilen. Diese Wünsche, so erläutert Maurer weiter, sammeln Caritas-Mitarbeiter ein und hängen sie dann, versehen mit Vorname und Alter des Kindes, am Wunschbaum in der Domgalerie auf. Jeder, der will, kann sich ein solches Wunschkärtchen abpflücken und diesem Kind seinen Weihnachtswunsch erfüllen. Die Spender kaufen dann das Geschenk direkt oder einen Gutschein, den sie in der Domgalerie oder beim Caritasverband abgeben. Der Wert des Geschenkes oder Gutscheines sollte 30 Euro nicht übersteigen (Ausnahmen möglich). Die Aktion läuft bis zum 15. Dezember. „Wichtig ist es“, sagt Maurer, „dass die Geschenke möglichst früh abgegeben werden, damit die Kinder und Jugendlichen die Geschenke noch rechtzeitig vor Weihnachten bekommen.“

Die Initiatoren hoffen laut Sprecher dass die Spendenbereitschaft der Menschen aus dem Landkreis so groß bleibt wie in den zurückliegenden Jahren. So konnten 2018 rund 300 Wünsche mit Hilfe vieler Einzelspender und des Lions-Clubs sowie der Rotarier erfüllt werden.

„Von den Spendern kamen vielfältige positive Rückmeldungen“, weiß Winfried Maurer und glaubt auch die Gründe für die große Resonanz zu kennen: „Wahrscheinlich liegt die Faszination einer solchen Geschenkaktion zu Weihnachten in dem Wissen, dass sich ein Kind sehr über das gemachte Geschenk freut, auch wenn der eigentliche Spender meist anonym bleibt“. Viele Spender, so verrät er, legten dem Geschenk allerdings oftmals eine Weihnachtskarte mit persönlichen Worten an das Kind bei.

Auch wer nicht die Möglichkeit habe, in die Domgalerie zu kommen, um ein Wunschkärtchen abzupflücken, könne zum Weihnachtsmann werden. Bei Fragen helfen die Caritasmitarbeiter, Tel. (0 68 51) 9 35 60 oder  Heidi Schmidt, Chefin der Domgalerie, weiter.