Mehrheit ist für Kontrollen bei Maifeier am Bostalsee

Mehrheit ist für Kontrollen bei Maifeier am Bostalsee

. Jugendliche, die medizinisch versorgt werden müssen, Bollerwagen voller Alkohol, Müll - am 1. Mai sorgten 2500 Wanderer am Bostalsee erneut für Chaos . Die Polizei musste immer wieder einschreiten, um enthemmte Jugendliche zur Ordnung zu rufen.

Einige wurden abgeführt. So mancher Promille-Rekord wurde wohl erreicht.

Doch, was tun? Das wollte die SZ bei einer Umfrage wissen. Die Ergebnisse sind eindeutig, wenn auch nicht repräsentativ. Auf die Frage "Soll die Polizei bei Komasaufen und Müllschlachten hart durchgreifen?" antworten 80 Teilnehmer mit Ja (89 Prozent). Lediglich zehn (elf Prozent) sprechen sich gegen ein konsequentes Einschreiten der Beamten aus.

Wie sollen Chaos-Maifeiertage am Bostalsee künftig verhindert werden? Hier kristallisierte sich heraus, dass die Umfrage-Teilnehmer einen Mittelweg bevorzugen. Lediglich 22 Prozent (20) waren der Meinung, dass das kritische Gelände um den See kategorisch abgeriegelt werden sollte. Die Mehrzahl 71 Prozent (64) sprach sich für Kontrollen auf den Wegen hin zum See und das Konfiszieren von Alkohol aus. Sieben Prozent (6) sind der Meinung, man sollte alles so laufen lassen, wie es kommt.

Maifeiern, die ausarten, sind erst seit einigen Jahren zu beobachten. Wer ist Schuld an der Entwicklung? wurde gefragt. Die Gesellschaft, antworteten 60 Prozent (54). Den Eltern gaben 28 Prozent (25) die Schuld. Für die Schule stimmte niemand und zwölf Prozent (11) waren unentschlossen.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich registrieren. Die Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können. Die Teilnahme an der Befragung ist kostenlos.

sz-umfrage.de