Mehr als nur Pompon schwingen

St. Wendel. Bis heute ist Cheerleading als Sportart in Deutschland eher unbekannt. Grund dafür ist, dass viele mit dem Begriff lediglich hübsche Mädchen verbinden, deren Aufgabe es ist, bei Sportveranstaltungen die "echten Sportler" anzufeuern. Mit diesen Vorurteilen räumte die Cheerleader- Truppe Famous Stars aus Niederlinxweiler am Samstag im Fitnessstudio Fit und Fun auf

St. Wendel. Bis heute ist Cheerleading als Sportart in Deutschland eher unbekannt. Grund dafür ist, dass viele mit dem Begriff lediglich hübsche Mädchen verbinden, deren Aufgabe es ist, bei Sportveranstaltungen die "echten Sportler" anzufeuern. Mit diesen Vorurteilen räumte die Cheerleader- Truppe Famous Stars aus Niederlinxweiler am Samstag im Fitnessstudio Fit und Fun auf. Dort nämlich präsentierten sich die jungen Sportler bei einem vierstündigen Probetraining der Öffentlichkeit und jeder, der Interesse daran hatte, durfte mitmachen. Dabei fanden alle Teilnehmer schnell heraus, dass Cheerleading mehr bedeutet, als nur seine Pompons zu schwingen: "Unsere Übungen decken ein breites Spektrum ab. Sie enthalten Elemente aus Akrobatik, Tanz und Stunts", erklärte Coach Sabrina Angel die Faszination, die von ihrer Sportart ausgeht. Gemeinsam mit ihren Sportlerkollegen trainiert sie zweimal in der Woche für die verschiedenen Meisterschaften, die besonders im Winterhalbjahr stattfinden und nicht nur jede Menge Teamgeist, sondern auch Beweglichkeit und Koordination erfordern. Aus diesem Grund ist Cheerleading nicht nur ein Sport für junge Frauen, auch Männer werden in den Gruppen benötigt, und so freuten sich die Famous Stars besonders über die männlichen Sportler, die zum Probetraining erschienen waren. Einer von ihnen war Jerome Jackson aus Oberlinxweiler. Für den Mountainbikefahrer ist Cheerleading eine interessante Alternative zu den Sportarten, die sonst in Vereinen angeboten werden. Viel Kraft für HebefigurenDass viele Männer das leider noch nicht so sehen, ist für ihn unverständlich: "Gerade für die Hebefiguren ist doch viel Kraft nötig, deshalb brauchen die Teams starke Sportler, die diese Parts übernehmen", ist der 20- Jährige überzeugt. Ihm eröffnete das vierstündige Probetraining der Famous Stars neue Möglichkeiten und so spielte er schon nach der kurzen Einführungsphase mit dem Gedanken, der Truppe aus Niederlinxweiler beizutreten. Wer ebenfalls gerne bei einer Cheerleader-Gruppe mitmachen möchte, braucht keine schweren Aufnahmeprüfungen zu befürchten. Mitmachen kann, wer Mut und Leidenschaft für die amerikanische Sportart mitbringt. "Bis heute ist Cheerleading in Deutschland noch nicht bekannt genug, als dass wir bei unseren Mitgliedern eine strenge Auswahl treffen könnten", erklärt Sabrina Angel. "Wichtig sind einfach Engagement und eine gewisse Sportlichkeit." Um ihrer Lieblingssportart zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, stellten sich die Famous Stars am vergangenen Samstag der Öffentlichkeit vor, bewiesen, dass Cheerleading mehr bedeutet, als nur seine Pompons zu schwingen und konnten mit ihrem abwechslungsreichen Probetraining bestimmt einige Neuzugänge gewinnen. sickInformationen zu den Famous Stars und weiteren Probetrainings unter famousstars@gmx.de.