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Marthmer und Märther - das passt

Marthmer und Märther - das passt

25 Jahre sind Marth im Ostertal und Marth in Thüringen freundschaftlich miteinander verbandelt. Am vergangenen Wochenende wurde im Niederkircher Kulturzentrum das zwölfte Treffen der Dörfer gefeiert. Mit dabei Franziska Schmidt, die ihren Freund André Klöppner 2008 beim Partnerschaftsbesuch in Thüringen kennengelernt hat.

Die Dörfer Marth im Ostertal und Marth im thüringischen Eichsfeld pflegen seit 25 Jahren eine partnerschaftliche Beziehung. Beim Freundschaftstreffen 2008 in Thüringen haben sich Franziska Schmidt und André Klöppner kennengelernt und sind ein Paar geworden. "Die Thüringer sind sehr herzlich, eine starke Gemeinschaft und sie können ordentlich feiern", charakterisiert die "Märthmerin" Franziska Schmidt aus dem Stadtteil von St. Wendel. Ihr Freund André Klöppner beschreibt die Ostertaler als sehr offene Menschen: "Sie haben mich sehr gut aufgenommen." Nur an den Dialekt müsse er sich noch gewöhnen. "Manchmal brauche ich schon einen Übersetzer, um alles zu verstehen", flachst Klöppner. Die Pendelei des Paares zwischen den 400 Kilometer voneinander entfernten Dörfern soll demnächst beendet sein. Marth im Ostertal wird ihr Lebensmittelpunkt.

Wegen des Freundschaftstreffens waren die Übernachtungsmöglichkeiten im Elternhaus von Franziska Schmidt komplett ausgebucht. "Die Brüder von André sind mitgekommen, wir haben neun Gäste untergebracht", berichtet sie. Insgesamt 31 Personen aus dem 400-Einwohner-Ort am Fuße des Rusteberges haben drei Tage ihre Freunde im Ostertaldörfchen besucht. "Marth und Marth, das ist eine starke Gemeinschaft", bekräftigt Uli Schwenderling, der Vorsitzende Dorfgemeinschaft der "Märther", wie die Thüringer im Volksmund genannt werden, die nun schon ein Vierteljahrhundert anhaltende Bindung. Gemeinsam mit seinem Pendant Edgar Weyrich, der Ortsvorsteherin Thea Edinger und Yvonne Winterfeld, Beigeordnete der Gemeinde Marth, hat Schwenderling am Tag der Deutschen Einheit die Jubiläumsurkunde unterzeichnet. "Die Urkunde soll Antrieb und Verpflichtung für weitere Jahre der Partnerschaft sein", versichert Schwenderling. Der Schirmherr und St. Wendeler Bürgermeister Peter Klär (CDU ) meint dazu: "Durch die Begegnungen der beiden Dörfer sind ein Miteinander und Freundschaften entstanden."

Junge Leute begeistern

Man müsse nun versuchen, junge Leute zu begeistern, damit die Partnerschaft noch lange weiterlebe.

Eigens für den Festakt hat Organisator Weyrich sogar "Bundeskanzler Angela Merkel" (Udo Ritter) kurzfristig von Dresden für einen Abstecher ins Niederkircher Kulturzentrum locken können. "Das Ostertal ist recht abgelegen, drum wird es auch von vielen gemieden", stellt die Bundeskanzlerin fest. Sie erinnert an die deutsche Wiedervereinigung und begrüßte am Nationalfeiertag, dass sich die "Marthmer" und die "Märther" begegnen. Unter Zeitdruck vermeldet die Kanzlerin noch: "So werde ich Deutschland weiter dienen, denn auch ich bin auferstanden aus Ruinen."

Neben dem Empfang im Rathaus der Kreisstadt und einer Besichtigung auf der Burg Lichtenberg haben Ostertaler und Thüringer es beim Oktoberfest auf bayerische Art und Weise zur Musik der Saxxess krachen lassen.

 Eine gemeinsame Stadtführung in St. Wendel stand auch auf dem Programm.
Eine gemeinsame Stadtführung in St. Wendel stand auch auf dem Programm.
 Franziska Schmidt und André Klöppner haben sich bei einem Partnerschaftstreffen kennen und lieben gelernt.
Franziska Schmidt und André Klöppner haben sich bei einem Partnerschaftstreffen kennen und lieben gelernt.

Die Ostertalerin Lorraine Harth ist zur Miss Dirndl und Steffen Winterfeld aus dem Partnerdorf zum Mister Lederhose gekürt worden. Den Frühschoppen haben die Ostertaler (ehemals Musikverein Saal-Hoof) musikalisch begleitet.