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Marc Marshall bietet Weihnachtskonzert in St. Wendel

Konzert in St. Wendel : In eine andere Welt eintauchen

Marc Marshall gastiert am Montag in St. Wendel. Und dort wird es zu einer besonderen Begegnung kommen.

Sänger Marc Marshall startet am Montag um 19.30 Uhr seine Weihnachtskonzert-Tournee in der St. Annenkirche in St. Wendel. Und dabei wird es für den 56-jährigen Baden-Badener  zu einer ganz besonderen Begegnung kommen.

Herr Marshall, Sie treten mit Ihrem Weihnachtskonzert überwiegend in Kirchen auf. Wollen Sie in den Gotteshäusern eine besondere Stimmung erzeugen?

Marc Marshall: Auftritte in einer Kirche passen besonders gut in die besinnliche Adventszeit. Die Kirche versprüht wundersamen Glanz. Es ist ein ganz besonderer Ort. Für mich ist es die Chance, ganz nah an den Menschen dran zu sein. Schon die Atmosphäre in einer Kirche ist eine andere Dimension. Die Besucher haben freie Platzwahl und während der Reizüberflutung während der Vorweihnachtszeitzeit können wir gemeinsam in eine andere Welt eintauchen.

Worin geht es Ihnen in Ihrem neuen Programm? Worauf können sich die Konzertbesucher freuen?

Marshall: Es geht um die Weihnachtsbotschaft für uns Menschen, miteinander füreinander da zu sein, um Liebe, Frieden, Respekt und Gerechtigkeit. Deswegen ist das Programm sehr abwechslungsreich. Es reicht von Kindheitserinnerungen in Form eines Medleys bis zu in Englisch und Französisch gesungenen Weihnachtsliedern oder John Lennons Klassiker „Imagine“.

Welches Verhältnis haben Sie persönlich zu Weihnachten?

Marshall: Zu Weihnachten habe ich ein differenziertes Verhältnis. Da steht auf der einen Seite das kommerzielle Weihnachten als Saisonspektakel. Auf der anderen Seite gibt es Weihnachten als besinnliche Zeit. Genau dieses Weihnachten stelle ich für mich in den Vordergrund.

Weihnachten gilt als das Fest der Nächstenliebe. Ist im Zeitraum davor in der heutigen Gesellschaft zu wenig  Nächstenliebe zu spüren. Und sollte nicht ganzjährig in der Gesellschaft die Nächstenliebe eine wichtige Rolle einnehmen?

Marshall: Selbstverständlich sind wir dazu alle aufgerufen, über das ganze Jahr Nächstenliebe zu vermitteln, was auch für die Kommunikation in den sozialen Medien gelten soll. Respektvoll und liebevoll miteinander umzugehen und Menschen zusammenzubringen, ist ganz wichtig, nicht nur zur Weihnachtszeit.

Und wie feiern Sie Weihnachten?

Marshall: Wir haben eine große Familie, und wir werden uns in voller Besetzung treffen. Es ist eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, wo der gesamte Marshall-Clan zusammenkommt. Baden-Baden ist immer noch unsere Zentrale.

Neben dem Showgeschäft engagieren Sie sich auch sozial.

Marshall: Weil ich so erzogen worden bin, dass man Freude genau wie die schwierigen Momente im Leben teilt. Als ich 16 Jahre alt war, ist meine Schwester mit einem Handicap geboren worden. Dadurch habe ich die Menschen auch anders kennengelernt. Man glaubt nicht, wie schwer es Menschen mit einem Handicap haben.

In Ihrer Jugend galten Sie als Torwarttalent und haben in der südbadischen Auswahl gespielt. Gehen Sie heutzutage noch ins Fußballstadion?

Marshall: Ich bin noch immer ein leidenschaftlicher Beobachter. Damals habe ich auch klassische Gitarre gelernt und musste mich irgendwann entscheiden zwischen dem Fußball und der Musik. Bis in die Fußball-Oberliga hätte ich es packen können. Hin und wieder treffe ich noch jemanden, mit dem ich früher zusammengespielt habe. Auch im Fußball wird in der Mannschaft doch ein Miteinander gelebt, und das verbindet noch Jahre danach.

Und was würden Sie sagen, wenn Ihr früherer Jugendtrainer Willi Zeyer, der in St. Wendel wohnt, Sie beim Auftritt in der St. Annenkirche begrüßt?

Marshall: Was, das wäre doch großartig. Willi Zeyer war damals über zwei Jahre mein Trainer und hat mich gefördert. Kürzlich habe ich seinen Sohn Stefan, mit dem ich zusammengespielt habe, getroffen. Und jetzt meinen alten Trainer wieder zu sehen, was gibt es Schöneres.

Zum Abschluss noch kurz zurück zum Weihnachtskonzert. Was nehmen Sie sich für den Tourneestart in St. Wendel vor?

Marshall: Die Besucher sollen am Ende auch von mir ein bisschen mehr wissen, mit allen Höhen und Tiefen, die ich bislang selbst durchlebt habe.