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Mandolinenorchester bringt New York nach Bliesen

Mandolinenorchester bringt New York nach Bliesen

Bliesen. New York, auch als "Big Apple" bezeichnet, ist nicht nur die größte Stadt der USA. Sie gehört unbestritten auch zu den bedeutendsten Zentren der Musik. Als urbaner Schmelztiegel der Nationen und Kulturen vereinigt und fördert sie viele Musikrichtungen von der Klassik über den Swing, Bepop und Jazz bis hin zu Disco, dem Punkrock und der Hip-Hop-Kultur

Bliesen. New York, auch als "Big Apple" bezeichnet, ist nicht nur die größte Stadt der USA. Sie gehört unbestritten auch zu den bedeutendsten Zentren der Musik. Als urbaner Schmelztiegel der Nationen und Kulturen vereinigt und fördert sie viele Musikrichtungen von der Klassik über den Swing, Bepop und Jazz bis hin zu Disco, dem Punkrock und der Hip-Hop-Kultur.Die Musik dieser pulsierenden Metropole steht im Mittelpunkt des diesjährigen Jahreskonzertes des Mandolinenorchesters Bliesen, das am Samstag, 29. September, ab 19.30 Uhr in der Bliesener Sport- und Kulturhalle stattfindet. Breiten Raum im ebenso kurzweiligen Programm, das Dirigent Michael Anton mit seinem kleinen, aber feinen Zupfensemble in einer fast eineinhalbjährigen akribischen Vorbereitungszeit mit viel Liebe zum musikalischen Detail einstudiert hat, nimmt ein Auszug aus dem vielleicht bekanntesten Musical überhaupt ein: der "West Side Story" von Leonard Bernstein. Der Bezug zu New York besteht dabei gleich in mehrfacher Hinsicht: Der "Big Apple" gilt zunächst einmal als Geburtsstätte des Musicals, dieses zweiaktigen populären Musiktheaters, schlechthin. Die auf Shakespeares "Romeo und Julia" basierende "Geschichte" spielt zudem in den Straßen Manhattans, auf denen sich in den 1950er Jahren zwei rivalisierende Jugendbanden unterschiedlicher Herkunft bekriegen. Dieses ethnische Spannungsverhältnis zwischen den "Jets", einheimischen Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, und den "Sharks", eingewanderten Puerto-Ricanern, drückt Bernstein unter Verwendung verschiedener Gestaltungsmittel in beeindruckender und anrührender Weise in seiner Musik aus. Wie New York selbst wird die "West Side Story", in der Jazz, Oper und Unterhaltungsmusik wahrhaft spielerisch miteinander kombiniert werden, so zum Brenn- und Knotenpunkt der Musikelemente, -stile und -richtungen.

Aus der als "Mutter des Musicals" bezeichneten "West Side Story", die wie ihre literarische Vorlage auch eine Liebesgeschichte beinhaltet, spielt das Mandolinenorchester unter anderem den "Prologue" (Tanz), "Maria", "America", "I feel pretty", "Somewhere" und das Finale. Ergänzt wird das ehrgeizige Programm durch das von Fred Ebb und John Kander komponierte Titellied "New York, New York" des gleichnamigen Films, das vor allem durch die Interpretation Frank Sinatras Weltruhm erlangte, die Arien "Glitter and be Gay" aus Leonard Bernsteins Musical "Candide" und "Summertime" aus George Gershwins Oper "Porgy und Bess" sowie das originelle Werk "The Typewriter" von Leroy Anderson mit einer Schreibmaschine als ungewöhnlichem Zusatzinstrument. Ein kleines Stück musikalischer Feinkost aus dem deutschsprachigen Raum ist das bestens zum Konzertthema passende Lied "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens.

Als Gesangssolisten wirken mit: Stefanie Krahnenfeld, Sopranistin aus Saarbrücken mit deutschlandweitem Wirkungskreis sowie der im Nordsaarland beheimatete Tenor Gunther Finkler. red