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Corona-Krise: Lieber im eigenen Umfeld spazieren

Corona-Krise : Lieber im eigenen Umfeld spazieren

Zufahrten und Parkplätze am Bostalsee sind erst einmal gesperrt. Gleiches gilt für das Wildfreigehege an der Nahequelle in Selbach.

Bei Temperaturen nahe der 20-Grad-Marke hat der Bostalsee eine magische Anziehungskraft auf  Tagestouristen aus dem gesamten Saarland. Ab diesen Samstag werden die vorhergesagten Sonnenstunden die Menschen wohl wieder an die frische Luft locken. Allerdings erteilt die Corona-Pandemie den Tagesausflüglern bis nach den Ostertagen eine klare Absage für den Besuch am See. Um dort die Ansammlung und Begegnung von vielen Menschen zu verhindern, haben der Landkreis und die Gemeinde Nohfelden entschieden, ab sofort und bis zum 20. April die Zufahrten und Parkplätze zu sperren. Rund um den See sind entsprechende Hinweisschilder aufgestellt.Gleiches gilt übrigens auch für das Selbacher Wildgehege an der Nahequelle.

St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU) appeliert zudem an die Vernunft: „Auswärtige sollen den Bostalsee nicht ansteuern, sondern zu Hause bleiben, für Spaziergänge ihre unmittelbare Umgebung nutzen.“ Trotz des schönen Wetters seien alle Bürger aufgefordert, sich strikt an die Ausgangsbeschränkungen zu halten. „An die frische Luft gehen, einen Spaziergang machen, ist natürlich weiterhin erlaubt, jedoch bitte möglichst im eigenen häuslichen Umfeld bleiben, nicht in Gruppen, der Mindestabstand muss eingehalten werden“, betont Recktenwald.

Für die Bevölkerung der angrenzenden Seedörfer ist der Spaziergang, der Fitnesslauf oder die Radrunde um das Binnengewässer nach derzeit geltenden Regeln weiterhin möglich. „Das private und öffentliche Leben ist stark eingeengt. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird mit zunehmender Dauer immer belastender. Ich bitte alle um Verständnis für diese Maßnahmen, denn damit helfen alle gleichzeitig mit, dass wir alle gemeinsam weiterhin mit Erfolg die Verbreitung des Coronavirus eindämmen“, erklärt Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU). Nach seinen bisherigen Erfahrungen gehe der überwiegende Teil der Bevölkerung sehr verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation um und halte sich an die Regeln.

Ab heute werden die Ortspolizei der Gemeinde Nohfelden und Einsatzkräfte der Polizeiinspektion (PI) Nordsaarland am Bostalsee die Einhaltung der Auflagen kontrollieren. Durch ein Präsenzkonzept ist die entsprechende Zahl an Einsatzkräften hoch gefahren worden. „Wir werden das im Auge behalten und schon mal sehen, wie es über die Osterfeiertage werden kann“, sagt Andreas Riemenschneider, Dienststellenleiter der PI Nordsaarland in Wadern. Zudem ist seit dem 1. April die neue Rechtsverordnung zur „Bekämpfung der Corona-Pandemie“ in Kraft. „Dadurch können wir nun zweifelsfrei Verstöße gegen die Bestimmung der Verordnung verfolgen und ahnden“, erklärt Riemenschneider. Und das wird nicht billig. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Person kostet bis zu 200 Euro.

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