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Leitersweiler/ Oberkirchen und Hoof : Landstraße zurzeit nur einseitig befahrbar

Abzweigung Leitersweiler/ Oberkirchen und Hoof : Landstraße 309 ist nur einseitig befahrbar

Erdbewegungen im Untergrund der Fahrbahn sind die Ursache für die Teilsperrung. SPD fordert Erhalt der Straße.

Die ehemalige Landstraße 309 zwischen Abzweigung Leitersweiler/Oberkirchen und Hoof ist zurzeit aufgrund von Erdbewegungen im Untergrund des Straßenkörpers einseitig gesperrt und darf nur von Fahrzeugen mit einem Gewicht von weniger als 7,5 Tonnen befahren werden. Wie ein Sprecher der Kreisstadt St. Wendel mitteilt, werde diese Sicherheitsmaßnahme in den kommenden Monaten beibehalten. Ein Ingenieurbüro solle währenddessen im Auftrag der Stadt notwendige Baumaßnahmen prüfen.

Die Straße wurde vor rund 30 Jahren vom Land an die Stadt übertragen. Damals nicht erkennbar: Der instabile Unterbau der Strecke. Hierin war bei Schürfungen (im Juli 2020) teilweise Bauschutt und Hausmüll gefunden worden. „Bereits in den vergangenen Jahren sorgte das dafür, dass die Asphaltdecke mehrfach ausgebessert werden musste“, blickt der Sprecher zurück. Ende 2016 traten dann erstmals größere Bewegungen im Untergrund des Bauwerks auf, deren Folgeschäden eine halbseitige Straßensperrung auf einer Teilstrecke aus Sicherheitsgründen nötig machten. „Diese Maßnahme wurde gewählt, um die – auch vom öffentlichen Nahverkehr – befahrene Straße nicht komplett sperren zu müssen“, erläutert der Sprecher. Ziel sei es gewesen, die Sicherheit zu gewährleisten, gleichzeitig die Straße offen zu halten und die Ursachen für die auftretenden Schäden ausfindig zu machen.

Parallel wurde ein Ingenieurbüro damit beauftragt, die Erdbewegungen zu überwachen. Zudem wurden in enger Abstimmung mit den Ingenieuren Maßnahmen ergriffen, weiteren Schäden entgegenzuwirken – wie etwa mit einer verbesserten Entwässerung des angrenzenden Hanges. „Trotz der Gegenmaßnahmen traten jetzt weitere Risse auf“, weiß der Sprecher. Die Experten rieten anhand der Ergebnisse ihrer regelmäßigen Kontrollen deshalb Anfang dieses Jahres dazu, die Befahrung der Straße auf Fahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 7,5 Tonnen zu reduzieren, um die Belastung des Untergrundes weiter zu vermindern. „Dies betrifft somit erstmals auch den Busverkehr“, weiß der Sprecher.

Darüber hinaus bestehe jedoch weiterer Handlungsbedarf. Ein Ingenieurbüro solle nun in städtischem Auftrag Handlungsalternativen prüfen und so notwendige Baumaßnahmen für eine zukunftsfähige Lösung erarbeiten. Das Ergebnis dieser Prüfung werde voraussichtlich Anfang Juli dem Stadtrat der Kreisstadt vorgelegt werden. „Bis dahin wird der Untergrund der Straße weiter engmaschig überwacht und es bleibt bei der einseitigen Befahrung für Fahrzeuge mit einem Gewicht unter 7,5 Tonnen“, kündigt der Sprecher an.

Seit Bestehen der Sperrung haben Stadtratsmitglieder der SPD die Verkehrssituation mehrfach im zuständigen Fachausschuss des Stadtrats angesprochen und sich zum Sachstand erkundigt, teilt ein SPD-Sprecher nun mit. Das Thema stand dieser Tage erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt-, Bau- und Sanierungsangelegenheiten. Ob die Straße wieder  für den Verkehr freigegeben werden kann, hänge, so zitiert die SPD die Stadtverwaltung, von einer noch aufzustellenden Kosten-Nutzen-Analyse ab. „Der Bürgermeister und die Fachabteilung waren leider nicht bereit dazu, für die Instandsetzung der Strecke eine Garantie auszusprechen“, so der SPD-Sprecher.

Die SPD habe ihre Haltung hierzu im Stadtratsausschuss unmissverständlich kundgetan: „Aus unserer Sicht ist die Straße auf jeden Fall erhaltenswert und darf unter keinen Umständen dauerhaft geschlossen werden“, so Stadtratsmitglied Marc André Müller. Für diese Position werde man sich auch in Zukunft einsetzen. Außerdem fordert die SPD die Verwaltung auf, die Bevölkerung, insbesondere die direkten Anwohner, zeitnah, umfassend und transparent über die geplanten Maßnahmen zu informieren.

Weitere Informationen: Kreisstadt St. Wendel, Telefib (0 68 51) 8 09 19 50, Mail: Buergerbeauftragte@sankt-wendel.de.