Landrat sieht sehr wohl Bedarf professioneller Flüchtlingshelfer

St Wendel · Steigende Flüchtlingszahlen stellen insbesondere Ehrenamtliche unter enormen Druck. Das unterstreicht auch St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU ). Mit Blick darauf wundert sich der Politiker über die Aussage von Sandra Henkel, er sehe keinen weiteren Bedarf an professioneller Unterstützung für die freiwilligen Helfer.

Die Kreisvorsitzende der SPD-Nachwuchsgruppe Jungsozialisten (Jusos) hatte kritisiert, dass die Christdemokraten, darunter auch Recktenwald, dieses Thema unterschätzten (wir berichteten). Dem widersprach nun der Kreisverwaltungs chef. So biete der Landkreis zusätzlichem Personal entsprechende Schulungen an. Dieses könnten die Gemeinden unabhängig von der geltenden Schuldenbremse einstellen. Darüber habe Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU ) die Kommunen informiert. Zugleich kümmere sich die kreisliche Ehrenamtsbörse um Flüchtlingshelfer. 20 000 Euro des Sozialministeriums aus Saarbrücken seien an die Gemeinden im St. Wendeler Land ausgeschüttet worden. Das reiche jedoch nicht. Recktenwald: "Wir suchen in enger Absprache mit den Gemeinden und dem Land, aber auch mit den freien Trägern, in der Flüchtlingshilfe nach weiteren Lösungsmöglichkeiten." Die Landesregierung müsse aber zusätzlich Geld für hauptamtliche Helfer bereitstellen, fordert er.

Auslöser der Debatte war ein Hilferuf der Ehrenamtler, die sich zunehmend in der Flüchtlingsbetreuung überfordert sehen. Darauf reagierte die Landesregierung unter anderem mit einem Beratungsangebot.

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