Kurzzeit- und Tagespflege hat sich bewährt

Kurzzeit- und Tagespflege hat sich bewährt

Tagespflege oder auch Kurzzeitpflege soll helfen, den Patienten ein stück Normalität zu bewahren. Die Stiftung Hospital in St. Wendel war vor 25 Jahren eine der ersten Institutionen, die diese Pflegeform anbot.

"25 Jahre Kurzzeit- und Tagespflege in der Stiftung Hospital": Das ist das Thema einer Fachtagung am Freitag, 8. Juli, in St. Wendel . Ab 9 Uhr haben sich im Forum des Bildungs- und Kulturzentrums Impuls folgende Redner angesagt: Landrat Udo Recktenwald , Jürgen Stenger, Geschäftsführer der Saarländischen Pflegegesellschaft, Hospitaldirektor Dirk Schmitt, Andrea Kirsch, Leiterin der Tagespflege in St. Wendel und Sergei Rutz, Leiter der Kurzzeitpflege im Seniorenhaus Theley. Durch die Veranstaltung führt Sozialwissenschaftler Werner Göpfert-Divivier vom Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung.

Im Juli 1991 startete die Stiftung Hospital mit der Kurzzeit- und Tagespflege . Damit war sie zum damaligen Zeitpunkt einer der ersten Träger dieses Angebotes im Saarland. Vor 20 Jahren begann die Stiftung Hospital mit dem Bau neuer Räume für die Tagespflege . Inmitten der Altstadt wurde gezielt die Form der solitären Tagespflege gewählt. Die Zielsetzung war: "Raus aus der Institution und rein in die Normalität." Im Jahr 2000 kam die Tagespflege mit acht Plätzen für dementiell Erkrankte in einem speziell auf die Bedürfnisse dieses Personenkreises umgebauten Wohnhaus in der Marienstraße unter. Ziel dieses Angebotes war es, Menschen mit beginnender Demenz schon früh in ein familiennahes Umfeld einzubinden. Aufgrund fortschreitender Demenz nahm die Pflegebedürftigkeit der Gäste zu.

Der Verlust der Mobilität machte den Einsatz von Rollstühlen erforderlich. Der Zugang in der Marienstraße war nicht barrierefrei. 2013 ergab sich für die Stiftung die Möglichkeit, neue Räume im Gebäude der bestehenden Tagespflege zu beziehen. "Alles unter einem Dach" war laut der Leiterin der Tagespflege , Andrea Kirsch, der Leitgedanke dieser Maßnahme. Zu der Kleingruppe der ehemaligen Tagespflege Demenz kamen noch weitere Projekträume hinzu.

Die Vorteile liegen laut Hospitaldirektor Dirk Schmitt in der räumlichen Nähe sowie der schnellen Unterstützung. Zur Zeit hat St. Wendel 24 Tagespflegeplätze. Mehr als 70 Gäste besuchen die Tagepflege.

Der im Laufe der Jahre entwickelte rehabilitative Ansatz in dem Konzept der Kurzzeitpflege ermöglichte älteren Menschen, beispielsweise nach Krankenhausaufenthalten, die Rückkehr in die eigenen vier Wände. Gerade in einer Zeit mit schnellen Entlassungen aus den Krankenhäusern und dem sozialpolitischen Schwerpunkt auf der häuslichen Pflege steigt die Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen. Aktuell hat die Stiftung Hospital an ihren Standorten in St. Wendel , Namborn, Freisen und Theley 33 Kurzzeitpflegeplätze, ab dem 1. Januar 2017 wird das Angebot um fünf weitere Plätze erweitert.