Kunst, Kalender und Kuscheltiere

Bliesen. Das Pferd heißt Fred, die Kuh Liesel und der Bär Leon. Die Kinder hatten zwei Tage lang in der Sport- und Kulturhalle ihre helle Freude an diesen Stofftieren. Gisela Betz aus Pirmasens war mit ihrem Stand erstmals bei der Bliesener Hobbyausstellung und hatte in den Jungen und Mädchen ihre besten Freunde

Bliesen. Das Pferd heißt Fred, die Kuh Liesel und der Bär Leon. Die Kinder hatten zwei Tage lang in der Sport- und Kulturhalle ihre helle Freude an diesen Stofftieren. Gisela Betz aus Pirmasens war mit ihrem Stand erstmals bei der Bliesener Hobbyausstellung und hatte in den Jungen und Mädchen ihre besten Freunde. Unter ihnen war auch der vierjährige Maurice, der mit seinen Händchen eine Kuh mit Watte ausstopfte, damit ein Kuscheltier aus ihr wird. Gisela Betz griff schließlich zu Nadel und Faden, nähte den Bauch der Kuh zu - und fertig war das Tierchen. Tina und Karin Werle waren vor der Ausstellung eifrig beim Töpfern. Zu ihren schönsten Stücken gehörten die Sternenkugel mit Landschaftsmotiv und eine Häuserkuppel. "Von innen her beleuchtet ist das etwas für gemütliche Stunden", weckte Karin Werle das Interesse. Doris Helm zog mit ihren gehäkelten Bommelschals die Blicke auf sich, während bei Barbara Fuss die Leute wegen ihres ausgefallenen Adventskalenders stehen blieben. 24 rote Eierwärmer, verziert mit Puschelwolle, warteten auf Interessenten. "Alles, was hier ausliegt, habe ich selbst von Hand gestrickt: Strümpfe, Pullis, Mützen, Hosen und Schuhe für die Kinder", verriet die Hobbykünstlerin. Die Frauen von der "Fröhlichen Klöppelgruppe" vom Haus am See in Neunkirchen/Nahe mussten viel über ihr kunstreiches Arbeiten erzählen, das sie in Bliesen vorführten. Besonders wertvoll war ihr Schmuck aus geklöppelten Teilen, Süßwasserperlen und metallisiertem Garn. Einen Teil ihrer Bilder hat Kerstin Beilstein mit Malpaste entstehen lassen, wobei sie nicht nur Gegenständliches auf die Leinwände brachte. Bei einigen Darstellungen spielen viele Formen und Farben zusammen. "Manche Kunden wollen gar nicht, dass ein solches Bild einen Titel trägt, weil sie ihre Fantasie spielen lassen wollen", sagte die Malerin. "Wurst und Schinken wie zu Großvaters Zeiten" bot Alexander Schmitt an. Der gelernte Metzger richtet sich, wie er versicherte, bei der Herstellung seiner Waren ausschließlich nach den unveränderten Rezepten seines Großvaters. Auch am Stand des Fördervereins der Grundschule in Bliesen ging es kulinarisch zu. Großmütter, Mütter und Kinder hatten zig Sorten himmlisch schmeckender Weihnachtsplätzchen gebacken. Jeder durfte, bevor er ein Tütchen davon kaufte, eine Kostprobe nehmen. Nach den Worten von Vereinsmitglied Andrea Kiefer waren die Lebkuchen nach einem uralten Rezept aus dem 19. Jahrhundert gebacken worden. Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Bliesen zeigte historische Fotos und Sterbebildchen. Für das bald erscheinende Familienbuch konnten die Besucher Berichtigungen und Ergänzungen machen. Was an den 40 Tischen angeboten wurde, waren qualitativ hochwertige Artikel, die es in normalen Läden oft nicht zu kaufen gibt. Hilfe für ChemopatientenSusanne Sohn, die Vorsitzende der Hobbyfreunde Bliesen, die an ihrem Stand ganz neu auch Kopfbedeckungen für Chemopatienten anbot, registrierte mit Freude, dass sich diesmal viele junge Leute als Hobbykünstler präsentierten. "Das ist besser, als immer am Computer zu sitzen." Im nächsten Jahr wird die Bliesener Hobbyausstellung 20 Jahre alt. "Dafür haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht", sagte Susanne Sohn geheimnisvoll.