Kreisstadt kredenzt Kunst

Sankt Wendel, die Sportstadt, - das hört man immer wieder. Doch an diesem Wochenende hat die Kultur in der Kreisstadt das Sagen. "..denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit", das schrieb der deutsche Dichter Friedrich Schiller in seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen.

Dieses Zitat passt perfekt zu der Ausstellung, die diesen Sonntag im St. Wendeler Museum eröffnet wird. Es präsentieren sich 15 Partner, die an dem Projekt "Straße des Friedens" beteiligt sind. 500 Skulpturen gehören bereits zu dieser Straße. Sie ist ein Symbol der Völkerverständigung, des Friedens und der Freiheit. Angetrieben wird das Projekt von Künstlern und Vereinen. Nicht von der Politik.

Grenzen aufheben, der Gesellschaft auch mal den Spiegel vorhalten - auch das sind Aufgaben der Kunst. Wenn innerhalb der Ausstellung eine Sequenz gezeigt wird, in der ein Künstler aus Israel und ein Künstler aus Palästina einträchtig zusammenarbeiten, dann macht es betroffen. Dann zeigt die Kunst, wie Frieden funktioniert. An anderer Stelle fragt eine Installation, was Menschen dazu bewegt, in eine Richtung, in den Krieg zu marschieren. "Die Kunst ist das Gewissen der Menschheit", hat Christian Friedrich Hebbel einmal gesagt.

Außerhalb des Museums wandelt sich die St. Wendeler City an diesem Wochenende zur riesigen Werkstatt. 90 Kunsthandwerker sind zu Gast und präsentieren beim Markt Lebens-Art ihre Werke. Die Vielfalt ist groß und die Besucher können beim Entstehen der Arbeiten zuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Es gibt also viel zu sehen und zu erleben, denn - um es mit den Worten von Oscar Wilde zu sagen: "Ziel der Kunst ist, einfach eine Stimmung zu erzeugen."