Gymnasium Wendalinum Schüler diskutierten mit ehemaliger Verteidigungsministerin AKK

St Wendel · Seit Februar bestimmt der Krieg in der Ukraine die Nachrichten. Ungefähr zeitgleich starteten die beiden Englisch-Grundkurse der Lehrerinnen Anne Bock und Anika Jung am Gymnasium Wendalinum ins letzte Schulhalbjahr, in dem Aspekte politischen Lebens und politische Institutionen behandelt werden sollen.

 Die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer inmitten der Schülerschar in St. Wendel

Die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer inmitten der Schülerschar in St. Wendel

Foto: A. Besch

Allerdings stieß dieses Thema in den Kursen nicht gerade auf großes Interesse, und die oft diskutierte Politikverdrossenheit bei Jugendlichen wurde sehr greifbar. Insbesondere die Tatsache, dass Politiker als unnahbar eingestuft wurden, gepaart mit der Auffassung, nichts bewegen zu können, war Anlass für die Kolleginnen, Politik für die Schüler greifbarer zu machen. Kurzum organisierten sie mit Hinblick auf den Krieg in der Ukraine einen Dialog mit der ehemaligen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Auch aus dem politischen Ruhestand heraus konnte sie wertvolle Einblicke in die internationale Zusammenarbeit der Länder, wie auch in Vorgehensweisen von Bundeswehr und Nato in solchen Situationen bieten, teilt ein Sprecher der Schule mit.

Besonders überzeugend sei dabei ihre persönliche Art gewesen, wie sie mit der Gruppe in Diskurs trat. Anstatt vom Rednerpult zu dozieren, positionierte sie sich mitten in der Schülerschar und beantwortete dort die mitunter auch kritischen Fragen detailliert, wobei sie persönliche Einblicke und Erfahrungen teilte, die man aus den Medien sicherlich so nicht bekommen hätte. Die Schüler bedanken sich an dieser Stelle nochmals für die gewinnbringende Diskussion. „Für die Schüler und Schülerinnen war dieser Tag ein echter Gewinn und sie konnten im persönlichen Gespräch mit einer hochrangigen Politikerin erfahren, dass Politik nicht so ungreifbar ist, wie sie vorab dachten“, resümiert Anne Bock die Veranstaltung.