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Kleines Feuerwehrauto sehr beliebt

Kleines Feuerwehrauto sehr beliebt

Niederkirchen. Von der Größe her liegt es genau in der Mitte zwischen einem Spielzeug- und einem richtigen Feuerwehrauto: das Löschfahrzeug, das Roland Mörsdorf vor vielen Jahren gebaut hat. "Damit habe ich schon vielen Kindern eine große Freude machen können", erzählte der Niederkircher, der 24 Jahre lang Berufsfeuerwehrmann auf dem Flughafen Saarbrücken-Ensheim war

Niederkirchen. Von der Größe her liegt es genau in der Mitte zwischen einem Spielzeug- und einem richtigen Feuerwehrauto: das Löschfahrzeug, das Roland Mörsdorf vor vielen Jahren gebaut hat. "Damit habe ich schon vielen Kindern eine große Freude machen können", erzählte der Niederkircher, der 24 Jahre lang Berufsfeuerwehrmann auf dem Flughafen Saarbrücken-Ensheim war. Die Idee zu dem Fahrzeug hatte er schon vor mehr als 25 Jahren, als er noch in Überherrn wohnte. Er baute das Miniauto für seine schwerstbehinderte Tochter und fuhr mit ihr durch die Gegend. Als sie mit 17 Jahren gestorben war, wollte Roland Mörsdorf das Fahrzeug nicht in der Garage abstellen, sondern es auch weiterhin mit Kindern durch die Gegend tuckern lassen. Seither ist es schon oft ausgeliehen worden. Vereine wollten es bei ihren Festen einsetzen und Privatpersonen auf nichtöffentlichen Flächen damit herumfahren. Manchmal fuhr der knallrote rollende Blickfang auch bei Festzügen mit. Zwischen 40 000 und 50 000 Kilometer hat es bisher schon zurückgelegt. Der gelernte Betriebsschlosser und Mechaniker im Maschinenbau war, wie er erzählte, schon immer ein echter "Bosseler". Beim Bau des kleinen Löschfahrzeuges setzte er alles daran, dem Fahrzeug ein möglichst authentisches Aussehen zu geben und es mit Funktionen wie bei einem großen Feuerwehrauto auszustatten: mit Funkanlage, Martinshorn, Blaulichtern, Wassertank, Pumpen, Schläuchen, Strahlrohren, Drehleiter und Suchlampe. Den anfangs eingebauten Rasenmähermotor tauschte er später gegen den eines 500er Fiat aus den 60er Jahren aus. Die Räder nahm Roland Mörsdorf von einem Goggomobil. Außer dem Fahrer ist in dem Gefährt Platz für sieben Kinder. "Natürlich darf man sich damit nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegen", schränkte Mörsdorf ein, der aus Fürth stammt und seit 1982 in Niederkirchen wohnt. "Aber es gibt ja genug private Flächen, die man für die Fahrten benutzen kann." Krankheitsbedingt kann Roland Mörsdorf das Fahrzeug nicht mehr gut selbst steuern. Aber er verleiht es gerne und nimmt dafür Spenden. Einen Teil davon gibt er, wie schon in den vorangegangenen Jahren, an arme Kinder in Kolumbien, einen weiteren an deutsche Institutionen, die sich um behinderte Kinder kümmern. gtrKontakt: Telefon (06856) 13 56.