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Keine Verstöße in St. Wendel in Sachen Corona-Regeln

St. Wendeler sind diszipliniert : Zwischen Sonne, Eis und Verzicht

St. Wendeler halten sich an die Corona-Regeln. Lob von Bürgermeister und Polizei.

Es war ein Bilderbuch-Frühlingswochenende. Doch mit ganz neuen Bildern. Auch in St. Wendel. Normalerweise hätten die Sonnenstrahlen die Menschen in die Cafés gelockt, wäre kaum ein Platz im Freien zu ergattern gewesen. Doch es gibt keine Tische und Stühle, kein Gastrobetrieb, kaum ein Mensch in den Gassen. „Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, dass niemand mehr auf der Straße unterwegs ist“, gesteht St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU). Das einzige, was an die alte Normalität erinnere, sei das Eis, das sich die Menschen beim Straßenverkauf an einer der Dielen gönnen. Aber die Gesundheit der Menschen habe jetzt nunmal oberste Priorität. Es gelte, die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten, um das Ausbreiten des Coronavirus einzudämmen.

„Die Bürger verhalten sich sehr diszipliniert“, lobt der Rathaus-Chef. Einmal sei eine Fünfer-Gruppe, die gemeinsam auf der Bahntrasse unterwegs war, getrennt worden. Ansonsten sind ihm keine Verstöße gegen die Corona-Regeln bekannt. „Samstag und Sonntag waren Leute vom Ordnungsamt zusammen mit dem Sicherheitsdienst unterwegs“, berichtet Klär. Jeweils von 12 bis 18 Uhr wurden Hotspots wie die Mott, der Stadtpark oder der Skaterpark kontrolliert. Auch in den Stadtteilen waren die Teams unterwegs. „Die Leute sind sensibilisiert. Wir haben den Testlauf vor Ostern bestanden“, bilanziert der Bürgermeister.

Ralf Kartes, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion St. Wendel, ist „sehr zufrieden“ mit der Disziplin der Menschen. In den Zuständigkeitsbereich der Dienststelle fallen die Kreisstadt sowie die Gemeinden Oberthal, Namborn, Marpingen, Tholey und Freisen. „Wir mussten nicht einmal einschreiten“, sagt Kartes.