Keine Angst vor dem kleinen Piks

St. Wendel. "Durch meine Arbeit bei der Feuerwehr bekomme ich öfter schwere Unfälle mit", berichtet Bernd Munkes. "Daher bin ich froh, dass es Leute gibt, die Blut spenden. Der gute Zweck liegt ja auf der Hand", so der 46-Jährige. Der Vereinsvorsitzende des DRK-Ortsvereins St. Wendel, Stephan Riotte, überreicht ihm stolz eine Urkunde und ein Präsent. Denn bereits zum 60

St. Wendel. "Durch meine Arbeit bei der Feuerwehr bekomme ich öfter schwere Unfälle mit", berichtet Bernd Munkes. "Daher bin ich froh, dass es Leute gibt, die Blut spenden. Der gute Zweck liegt ja auf der Hand", so der 46-Jährige. Der Vereinsvorsitzende des DRK-Ortsvereins St. Wendel, Stephan Riotte, überreicht ihm stolz eine Urkunde und ein Präsent. Denn bereits zum 60. Mal spendet Bernd Munkes Blut. Mit 18 Jahren sei er zum ersten Mal zu einer Spende gegangen. "Die meisten haben eher Angst vor dem kleinen Piks. Aber es ist lange nicht so schlimm, wie sie meinen", erklärt Riotte. Mit Judith Wiese organisiert er fünf Mal im Jahr Blutspendetermine.Den Neuankömmlingen erklärt er detailliert die verschiedenen Abläufe im Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum St. Wendel. "Sehen Sie, das hier ist zum Beispiel der Entnahmeraum", sagt der Vereinsvorsitzende. Zwei Ärzte und mehr als 25 Helfer betreuen dort die Spender. Alle sechs Entnahmeliegen sind besetzt. Und obwohl den Spendern im Anschluss 500 Milliliter Blut fehlen, stehen viele lächelnd und unbeeindruckt auf.

"Es passiert eher selten, dass jemandem schlecht wird. Meistens kommt es im Sommer vor, wenn die Spender zum Beispiel zu wenig getrunken haben", erklärt Riotte. Dennoch werde nach der Blutentnahme jeder in einen Ruheraum gebeten, damit der Körper sich noch etwas an die Situation gewöhnen kann. Und zu guter Letzt stärkt noch ein Imbiss am Buffet.

"Um den Bedarf an Blutkonserven in Deutschland zu decken, müssten noch weitaus mehr Menschen mitmachen. Wir sind jedem Spender dankbar", lobt Stephan Riotte. Bernd Munkes nickt. "Ich würde mich auch freuen, wenn noch mehr Leute beim nächsten Termin dabei sind." Drei Mal im Jahr werde eine Spende im Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrums veranstaltet. Nächster Termin ist am Mittwoch, 18. Mai. evr

AUF EINEN BLICK

Diese St. Wendeler Spender wurden geehrt: Michael Groß für zehn, Klaus Keller für 25, Otto Rech für 40 und Bernd Munkes für 60 Blutspenden. evr