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Jugend kreiert Plakate mit ernster Botschaft

Jugend kreiert Plakate mit ernster Botschaft

Der Jugendschutz hat viele Facetten: Alkohol und Drogen, Internet und Computerspiele, Filme und Tonträger, Discos, Kneipen und Spielhallen. Der Landkreis St. Wendel hatte für seinen Jugendpreis 2015 zu einer Plakataktion aufgerufen, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Die Gewinner wurden jetzt ausgezeichnet.

Bei der Jugendpreisaktion des Landkreises wurden diesmal die kreativsten Plakate gesucht, die das Thema Jugendschutz aufgreifen. An der Aktion teilnehmen konnten Schüler ab der Klassenstufe fünf und Jugendgruppen von Vereinen, Verbänden oder Kirchengemeinden aus dem Landkreis St. Wendel . Mehr als 50 Plakate wurden eingereicht. Sie kamen von den Gemeinschaftsschulen Freisen, Theley sowie Türkismühle und der Dr.-Walter-Bruch-Schule. Im außerschulischen Bereich hatte sich das Haus der Jugend , Stiftung Hospital, beteiligt. Darauf zu sehen sind selbstgezeichnete Bilder und Collagen, die die unterschiedlichsten Facetten des Jugendschutzes aufgreifen. Ein hübsches Mädchen, dessen Aussehen von Drogen zerstört wurde, eine Zigarette, deren Qualm einen Totenkopf formt oder auch einfach nur aussagekräftige Sprüche wie "Sei schlau, nicht blau".

Alle eingereichten Plakate fanden bei den Mitgliedern der Jury des Jugendhilfeausschusses und des Kreistages große Anerkennung. Auch Landrat Udo Recktenwald lobte bei der Preisverleihung die Werke der Jugendlichen. Es sei vor allem die "Kreativität der Auseinandersetzung im künstlerischen Bereich und natürlich mit dem Thema Jugendschutz an sich" die bei den Mitgliedern der Jury gut ankamen. Aus diesem Grund werden alle Plakate in einer Ausstellung im Foyer des Landratsamtes präsentiert. Noch bis Mitte April wird sie zugänglich sein. Doch Sieger gab es bei der Aktion nur zwei.

Im Bereich "schulische Jugendarbeit" ist die Gemeinschaftsschule Schaumberg-Theley der Gewinner. Die Klasse zehn hatte im Wahlpflichtbereich Bildende Kunst unter Leitung von Christa Schmidt insgesamt 19 Plakate für den Wettbewerb angefertigt. Auf ihnen werden Themen wie Mobbing, Alkohol , Zigaretten und Missbrauch sehr anschaulich dargestellt. Bilder mit Sprüchen wie "Say no to drugs" oder "Keine Kurzen für die Kurzen" springen dem Betrachter ins Auge und regen zum Nachdenken an.

Im außerschulischen Bereich ist das Haus der Jugend der Gewinner. Dort hatte sich eine Gruppe von acht 13- bis 19-Jährigen unter der Leitung des Jugendarbeiters Uwe Kunz zusammengefunden, um an der Plakataktion teilzunehmen. Das Ergebnis ist ein Plakat, das mit Jeansstoff als Grundlage arbeitet und noch viele weitere Materialien wie zum Beispiel Buttons, Fotos und Zeitungsartikel enthält. Sprüche wie "Stark statt breit" und Informationen zu Jugendschutz und Alkoholausschank komplettieren das Werk der Jugendlichen.

Beide Sieger erhielten einen Scheck über jeweils 500 Euro und je eine Urkunde.

In diesem Jahr wird der Jugendpreis 2016 unter dem Motto "Wir leben Vielfalt - lokale Integrationsprojekte mit Flüchtlingen" ausgeschrieben.