Jobcenter St. Wendel kooperiert mit Krankenkassen

Gesundheitsförderung : Mehr Lebensgefühl für Arbeitslose

Ein Modellprojekt in St. Wendel soll Arbeits- und Gesundheitsförderung verzahnen.

Ein Netzwerk zur Gesundheitsförderung bei arbeitslosen Menschen wollen das Jobcenter des Landkreises St. Wendel und die gesetzlichen Krankenkassen etablieren. Daher habe man beschlossen, beim bundesweiten „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ mitzumachen – gemeinsam mit dem Beschäftigungsträger WIAF, dem Gesundheitsamt St. Wendel, dem Vorhaben „Der Landkreis lebt gesund!“, dem Kneipp-Verein St. Wendel, der KISS – Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, dem Apfelbaum, sowie den SaarLandFrauen. Fester Bestandteil soll es sein, Arbeitslose im Jobcenter für die speziell auf sie ausgerichteten Angebote der gesetzlichen Krankenkassen, etwa zur Stressbewältigung oder zur gesunden Ernährung und Bewegung, zu sensibilisieren und zur freiwilligen Teilnahme zu motivieren.

Ziel ist es laut Pressestelle des Landratsamtes, „die Gesundheit arbeitsloser Menschen zu stärken und damit auch die Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen“. Denn: Anhaltende Arbeitslosigkeit könne zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Bei vielen Betroffenen würden die Tagesstrukturen wegfallen, ebenso soziale Kontakte und damit oft auch das eigene Selbstwertgefühl.

Kürzlich wurde nun die Kooperationsvereinbarung zur „Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen – Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“ zwischen der Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen und dem Landkreis St. Wendel durch Landrat Udo Recktenwald (CDU) unterzeichnet. Damit hat St. Wendel laut Mitteilung des Landratsamtes das bisher einzige Jobcenter im Saarland, das an diesem bundesweiten Modellvorhaben teilnimmt.

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