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Joachim Meier, Geschäftsführer der WVW in St. Wendel, geht in Ruhestand

Joachim Meier nimmt Abschied von der WVW in St. Wendel : Mit 66 Jahren fängt sein Ruhestand an

Nach 25 Jahren geht Joachim Meier als Geschäftsführer der Wasserversorgung Kreis St. Wendel in Rente.

In sein zweites oder drittes Wohnzimmer, wie Landrat Udo Recktenwald (CDU) es nennt, hat Joachim Meier, Geschäftsführer der Wasserversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW) an diesem Vormittag seine Gäste geladen. Der lichtdurchflutete Raum im Untergeschoss des WVW-Gebäudes in der Werkstraße in St. Wendel ist festlich dekoriert. Es soll gefeiert werden. 25 Jahre hat Meier die Geschicke des Versorgers geführt. Ein Jubiläum, das für ihn zugleich den Start in einen neuen Lebensabschnitt bedeutet. Denn Meier geht in den Ruhestand, gibt den Posten des Geschäftsführers an seinen Nachfolger Stefan Keller weiter.

Als Kumpeltyp beschreibt Landrat Recktenwald, der Aufsichtsratsvorsitzender der WVW ist, deren scheidenden Chef. „Wasser ist sein Element, Sport sein Leben“, sagt Recktenwald. Die Kombination aus beidem müsste eigentlich eine Leidenschaft für Sportarten wie Surfen oder Schwimmen ergeben. Doch Tennis sei sein Lieblingssport. „Er ist ein guter Spieler. Er hat sogar schon mal gegen mich gewonnen“, scherzt Recktenwald.

Beim Blick in Meiers Vita greift der WVW-Aufsichtsratvorsitzende einzelne Eckdaten heraus. So beispielsweise die Promotion 1987. Thema der Arbeit war die Zuverlässigkeit von Talsperren, untersucht am Beispiel der Nonnweiler Talsperre. Und zu diesem Anfangspunkt kehrt Meier jetzt quasi zurück. Denn Recktwald verrät, dass Joachim Meier der Nachfolger von Heinz Luxenburger beim Talsperrenverband Nonnweiler wird. Zum Schluss seiner Rede wünscht Recktenwald dem künftigen Ruheständler alle „Gs“ – zum Beispiel Gesundheit, Glück, Gelassenheit, Geduld und den Grand Slam.

Es folgen weitere Reden, ehe Joachim Meier selbst ans Mikrofon tritt. Er habe das Gefühl, dass er in den zurückliegenden Jahren so viel Glück gehabt habe. Mehr könne man nicht haben. Seine Stimme wirkt dabei etwas zittrig, nicht so entschlossen wie sonst und er gesteht: „Im Vorfeld haben mir viele gesagt, dass es heute meine schwierigste Rede werden würde. Sie alle haben recht.“

Sichtlich gerührt hat er all dem Lob gelauscht, der Aufzählung der vielen beruflichen Erfolge. „Ich habe gar nicht gewusst, was für ein toller Kerl ich bin“, sagt er und grinst. Die Zeit seit er 1994 den Posten als Geschäftsführer bei der WVW übernommen hat, sei wie im Flug vergangen. „Es war eine spannende Zeit. Ich habe viel gewonnen, manchmal auch verloren – nicht nur die Haare.“ Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen habe ihm immer Spaß gemacht. „Ich danke dem Schicksal für die Möglichkeit, 25 Jahre hier gewesen zu sein.“ Kaum hat Meier seine Rede beendet, gibt es lang anhaltenden Applaus von seinen Gästen. Ein emotionaler Moment.

An diesem Sonntag, 2. Juni, feiert Meier seinen 66. Geburtstag. Passend dazu erinnert ihn Udo Recktenwald an einen Udo Jürgens-Klassiker „mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“.