Jetzt geht's um den Schinken

Luftgetrocknet ist er, der neue Schinken vom Wendelinushof in St. Wendel. Offiziell vorgestellt wird er beim Erntedankfest im Oktober. Was jetzt noch fehlt, ist ein passender Name und den können sich jetzt die SZ-Leser ausdenken.

St. Wendel. Hauchdünn geschnitten fühlt er sich sanft an auf der Zunge. Beim Kauen entfaltet er schließlich seinen würzigen Charakter: der neue Schicken des Wendelinushofs. Beim traditionellen Erntedankfest am Sonntag, 7. Oktober, wird der Schinken offiziell vorgestellt - und zwar auf einer Bühne im Innenhof. Keine Frage, der Schinken ist der heimliche Star dieser Veranstaltung. Warum, das erklärt sein stolzer Erfinder Uwe Fischer, Leiter Lebensmittel und Gastronomie Wendelinushof: "Er ist nicht geräuchert, sondern luftgetrocknet. In zehn Monaten Reifezeit entfaltet er seinen Geschmack." In unserer Region werde Schinken in der Regel nicht luftgetrocknet. Das Verfahren sei arbeitsintensiv und es fehle den Metzgern oft die passende Räumlichkeit. Außerdem bliebe ein gewisses Risiko, dass aus dem Schinken nichts wird. Aus diesem Grund hat Fischer probeweise erst einmal einen Schinken zuhause im Gewölbekeller luftgetrocknet. Als er die ersten Scheiben den Geschäftsführern zum Geschmackstest anboten habe, sei deren Urteil eindeutig gewesen: "Der muss sofort in die Produktion".Das Fleisch des Schinkens stammt vom Wendelinus-Schwein, einer robusten Landrassenkreuzung, die von Züchtern aus der Region geliefert wird. In der hofeigenen Schlachtung werden die besten Schinkenstücke ausgewählt und für acht Wochen in eine Salz- und Kräutermischung eingelegt. Anschließend geht es ab in einen trockenen, klimatisierten Raum. 20 bis 30 Schinken sind bereits auf diese Weise produziert worden.

"Die Idee zu diesem Schinken ist mir gekommen, weil ich gerne Fleisch und Schinken esse", erinnert sich Fischer zurück. Der Schinken, den es im Handel gibt, sei meistens nicht nach seinem Geschmack. Doch jetzt gibt es "seinen Schinken". Intern ist "Fischers Schinken" so etwas wie ein Arbeitstitel. Denn einen Namen für das würzige Stück Schweinefleisch hat sich das Wendelinushof-Team bisher noch nicht ausgedacht.

Kreativität ist gefragt

Das ist ab sofort Aufgabe der SZ-Leser. Bis zum 7. Oktober besteht die Möglichkeit, Namensvorschläge für den neuen Wendelinushof-Schinken einzureichen. Außerdem haben auch die Besucher des Erntedankfestes die Gelegenheit, kreativ zu werden. Alle eingesandten Ideen werden einer Jury vorgelegt. Diese wählt schließlich den Namen für den luftgetrockneten Schinken aus. Regeln für die Namensfindung gibt es nicht. Allerdings hat Vanessa Arndt, zuständig für die Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit am Wendelinushof, einen Wunsch: "Ich stelle mir vor, dass der Name eine gewisse Verbindung zum Wendelinushof oder dem St. Wendeler Land hat." Sie sei schon sehr gespannt, welche Vorschläge eingehen. Als Lohn für die kreative Mühe verlost der Wendelinushof unter allen Einsendern einen Frühstücksgutschein. Der Gewinner, dessen Vorschlag die Jury auswählt, darf sich über ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Restaurant Hofküche freuen, bei dem der Schinken natürlich nicht fehlen darf.

Wer eine Idee hat, wie der neue Schinken aus dem Schlachthaus Wendelinushof heißen soll, kann seine Vorschläge bis zum 7. Oktober an das Wendelinushof-Team schicken: per Mail wendelinushof@wzb.de oder per Post an WZB gGmbH Wendelinushof, 66606 St. Wendel. Bitte immer den vollständigen Namen und die Adresse angeben. Unter allen Einsendern wird ein Frühstückgutschein verlost. Derjenige, der den von der Jury ernannten Siegernamen eingereicht hat, gewinnt ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen im Restaurant Hofküche.

wendelinushof.de

AUF EINEN BLICK

Am Sonntag, 7. Oktober, wird auf dem Wendelinushof das Erntedankfest gefeiert. Die Partnerbetriebe des Lokalwarenmarktes stellen ihre Produkte vor. Außerdem wird erstmals der neue Schinken des Wendelinushofs auf einer Bühne präsentiert. Während des Festes haben die Besucher auch die Gelegenheit, einen Namenvorschlag für den Schinken abzugeben. evy