Jetzt dreht sich bei "Sing meinen Song" alles um Jennifer Haben

Sing meinen Song : Nesthäkchen steht im Mittelpunkt

In der Sendung „Sing meinen Song“ dreht sich am heutigen Dienstagabend alles um die Remmesweiler Metal-Sängerin Jennifer Haben.

Michael Patrick Kelly nennt sie liebevoll das Nesthäkchen. Für Jeanette Biedermann  ist sie ein „Aschenputtel-Wesen“, ein „Goldstück“. Johannes Oerding gesteht: „Sie singt uns an die Wand.“ Und Alvaro Soler bringt es so auf den Punkt: „Es ist einfach schön, bei ihr zu sein.“ Wenn am heutigen Dienstag um 20.15 Uhr „Sing meinen Song“ bei Vox über die Bildschirme flimmert, dann dreht sich alles um Jennifer Haben. Um die 23-jährige Sängerin aus Remmesweiler. Und das wird in dem St. Wendeler Stadtteil würdig gefeiert; dort nämlich gibt es ein Public-Viewing mit ihrer Familie und der Bevölkerung auf dem Dorfplatz.

Die Besucher werden sehen: Habens Musiker-Kollegen huldigen in „Sing meinen Song“ die Frontfrau der Metalband Beyond the Black; nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihre menschliche Seite. Dabei sagt die Studentin: „Ich bin gar nicht so lieb wie ich ausseh’.“ Von der Sendung, einem weiteren Karriereschritt, ist sie begeistert. Vor allem, was die Künstler aus ihren Liedern gemacht haben: „Das war megaüberraschend.“ Durch deren Versionen habe sie die anderen Sänger noch ein bisschen besser kennengelernt.

Wer Jennifer Haben auch nach den ersten Tauschkonzerten weiter als die „große Unbekannte“, wie sie in der Sendung genannt wird, sieht, der wird heute Abend viel über sie erfahren. Nicht nur, dass sie die Jüngste ist, die je auf der „Sing meinen Song“-Couch Platz genommen hat. Sondern auch, dass Sänger Milow ihre Stimme „sehr, sehr gut“ findet. Wie es war, als sie Megastar Miley Cyrus getroffen hat. Und dass sie „die schönste Kindheit“ von allen hatte.

Wenige Tage vor Ausstrahlung ihres Tauschkonzertes, bei dem alle Künstler ihre Lieder singen,  gesteht sie im SZ-Gespräch, dass sie „sehr, sehr müde“ ist. Jede Menge Promotion für die Vox-Sendung liegt hinter ihr, gerade hat sie bei „Rock am Ring“ und bei „Rock am Park“ gespielt. „Es ist momentan echt viel los“, sagt die 23-Jährige.  Die Show, die ein Millionenpublikum verfolgt, sei schon ein Türöffner gewesen, erzählt sie. Zwar sei ihr Leben noch immer das gleiche, aber hin und wieder werde sie doch auch auf der Straße erkannt, gebe Autogramme, mache Fotos mit den Fans. Und auch auf den Social-Media-Kanälen merke man die wachsende Popularität deutlich. „Da bekomme ich megaviel Aufmerksamkeit.“ Es hätte für sie nicht besser laufen können, konstatiert sie, wenn sie sich so die Kommentare auf Instagram anschaut. Die Leute seien überrascht. Vor allem, als sie ihre sanfte Seite zeigte.  „Die Menschen akzeptieren voll, was ich mache“, sagt Jennifer Haben.

Dabei sei sie gerade doch mit dem Kopf bei ihrer Bachelor-Arbeit. Während andere sie auf der Bühne in Südafrika bewundern – die Tauschkonzerte wurden Ende Februar aufgezeichnet –, ist sie also am Büffeln und Schreiben. Sie studiert in Leipzig Musikmanagement. Und wird auch nicht dabei sein können, wenn in ihrem Heimatort das Public Viewing über die Bühne geht. Aber die Unterstützung aus dem Saarland spüre sie auch so. „Viele Saarländer schreiben mir, dass sie stolz sind auf eine Sängerin aus ihrem  Land. Vielen Dank dafür.“

Die Sängerin aus Remmesweiler vor ihrer Bilderwand; nach der Musiksendung schließt sich eine Dokumentation über Jenny Haben an, in der diese Bilderwand eine Rolle spielt. Foto: Markus Hertrich/TV now

Das Saarland wird auch zu sehen sein, wenn heute um 22.15 Uhr auf Vox die „Jennifer Haben Story“ folgt. Denn gedreht wurde in St. Wendel, die Fußgängerzone ist zu sehen, das Gymnasium Wendalinum, Schulfreund und Zauberer Jakob Mathias sowie Jennifers erster Auftritt mit gerade einmal vier Jahren. Und wer genau hinschaut, der wird auf der Bilderwand, die für die 23-Jährige aufgebaut worden ist, auch zahlreiche Artikel der Saarbrücker Zeitung entdecken.

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