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"Jedermann" wird auf der Domtreppe in St. Wendel aufgeführt

Theater in St. Wendel : Basilikastufen werden zur Freilichtbühne

Theatergruppe um Karl-Arthur Reinshagen präsentiert an zwei Abenden Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ in St. Wendel.

Die Lockerungen haben Auswirkungen, auch auf die Kultur. Am Freitag und Samstag, 16 und 17. Juli, jeweils um 20 Uhr, wird der Fruchtmarkt in St. Wendel mit den umliegenden Gebäuden, dem Alten Rathaus und der Wendelinusbasilika (im Volksmund auch „Wendelsdom“ genannt) mit ihrer Treppenfassade zur Freilichtbühne. Am gleichen Wochenende, an dem auch in Salzburg die weltberühmten Festspiele beginnen, wird die bayerische Theatergruppe „Jedermann Spielleut“ unter der Regie ihres Gründers Karl-Arthur Reinshagen, den „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal in St. Wendel aufführen.

„Mit der großen Domtreppe der Wendelinusbasilika als Freilichtbühne bieten wir hier in St. Wendel eine ganz besondere Kulisse, die ihresgleichen sucht“, ist sich St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) sicher. „Es freut mich daher besonders, gerade mit solch’ einer Veranstaltung den Kunst- und Kultursommer in unserer Fußgängerzone einzuläuten.“

Karl-Arthur Reinshagen, gebürtiger Ottweiler, der heute im bayerischen Weichs lebt und selbst in die Rollen des Todes und des Mammon schlüpft, fasste schon 1974 den Gedanken, dieses „großartige zeitlose Stück“, wie er sagt, auf die Bühne zu bringen. Im Jahr 2017 hat er dann seine Pläne in die Tat umgesetzt und die freie Theatergruppe gegründet. In seiner Geburtsstadt Ottweiler fand schließlich 2018 die Premiere statt. Reinshagen will dem Publikum eine Geschichte erzählen, „frei von dem ganzen Salzburg-Spektakel“. So könnten sich die Zuschauer umso mehr auf Text und Spiel konzentrieren. Reinshagen ist fest davon überzeugt: „Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind.“ Und diesen Anspruch hat er an sich und seine Truppe.

Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ wurde 1911 in Berlin uraufgeführt, 1920 hatte es in Salzburg Premiere und gehört dort seitdem zu den Höhepunkten der Festspiele, teilt ein Sprecher der Stadt St. Wendel mit. Das Stück spielt im 15. Jahrhundert und handelt vom reichen Herrn Jedermann, der im Angesicht des Todes sein ausschweifendes gottesfernes Leben bereut. Er tut Buße, und ihm wird daraufhin Gottes Gnade zuteil.

Die freie Theatergruppe „Jedermann Spielleut“ besteht aus Kleindarstellern und Schauspielern, teilweise bekannt aus Funk und Fernsehen, rund um Bartholomäus Sailer und Manfred Eichleiter, die im Münchner Theaterraum einen Namen haben. Veranstalter ist die Kreisstadt St. Wendel.

Eintrittskarten sind für 25 Euro ausschließlich im Vorverkauf bei allen
Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, in St. Wendel sind dies Klein Buch + Papier, Globus und Susi’s Lädchen in Bliesen, erhältlich. Aus Hygienegründen wird es keine Abendkasse geben. Info: Telefon (0 68 51) 8 09 19 30.

www.sankt-wendel.de

www.ticket-regional.de