1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. St. Wendel

Infos rund um die Entschärfung der Bombe in St. Wendel

Mission in St. Wendel erfolgreich : Die Bombe ist entschärft

Vor gut einer Woche wurde eine 100 Kilo schwere Weltkriegsbombe entdeckt. An diesem Sonntag rückten Spezialisten an, um sie unschädlich zu machen. In diesem Artikel hat die SZ stetig aktualisiert informiert.

12 Uhr: „Lagestelle Bombe aufgelöst“, aber für einige Mitarbeiter des Krisenstabes im Rathaus geht die Arbeit weiter. Sie befassen sich mit dem zweiten akuten Thema: Der Pandemie-Lage in der Stadt und den Auswirkungen: Übrigens: Unter den evakuierten Personen war eine, für die Quarantäne angeordnet war. Diese wurde für die Zeit der Sperrung in eine Ersatzwohnung gebracht.

11.30 Uhr: Von der Bombenentschärfung ist im Stadtpark nichts mehr zu spüren. Gleich mehrere Spaziergänger führen ihre Hunde Gassi, diese können sich auf der Wiese austoben. Ein (fast) normaler Sonntag in der Stadt.

11.05 Uhr: Fahrzeuge des THW fahren durch die Straßen des Evakuierungsbereiches und informieren über Lautsprecher, dass die Sperrung aufgehoben ist und die Menschen wieder in ihre Häuser zurück können.

Foto: Volker Fuchs

11 Uhr: Vor Ort an der Fundstelle der Bombe. Dirk Otterbein, Leiter des Kampfmittelräumdienstes, und sein Kollege Werner Fuchs haben die Bombe entschärft. Es handelt sich um eine amerikanische Splitterbombe aus dem zweiten Weltkrieg mit zwei Zündern. Beide haben die Experten ausgebaut. Die Splitter hätten im Umkreis von 1000 Metern Schäden anrichten können. Die Zünder habe man leicht ausbauen können, so Otterbein: „Wir haben schon Schlimmeres erlebt.“ Die entschärfte Bombe wird nun in das Munitionslager des Kampfmittelräumdienstes gebracht und später von einer Spezialfirma zerkleinert.

Foto: SZ/Müller, Astrid

10.46 Uhr: Aktuelle Meldung aus dem Lagezentrum: Die Bombe ist entschärft!

10.35 Uhr: Die Arbeiten laufen noch ...

76 Jahre hat wohl die amerikanische Bombe, die aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammt, im Erdreich geschlummert. Wie Bürgermeister Klär im Vorfeld berichtete, gehe er davon aus, dass der Sprengkörper an Heiligabend 1944 abgeworfen wurde. Damals gab es einen Bombenangriff auf die Stadt, bei dem auch die Annenkirche stark beschädigt wurde.

Foto: Volker Fuchs

9.50 Uhr: Entschärfung beginnt.

9. 42 Uhr: Während der Evakuierungsphase wurde auch am Fundort der Bombe gearbeitet. Der Bomben-Trichter wurde freigelegt. Auch hier sind die Spezialisten startklar.

9.40 Uhr: Innenminister Klaus Bouillon (CDU) ist in die Lagezentrale im St. Wendeler Rathaus gekommen. Unter Federführung von Bürgermeister Peter Klär (CDU) laufen hier alle Fäden zusammen. Gerade kommt die Meldung rein. Alle sieben Teams haben grünes Licht gegeben. Keine Menschen mehr in der Sperrzone. Grünes Licht auch von der Polizei.

9.25 Uhr: Vier der sieben Kontrollteams haben für ihren Bereich bereits grünes Licht gegeben. Alles läuft nach Plan. Im Saalbau, der als Notunterkunft hergerichtet wurde, waren gegen 9 Uhr nunr fünf Bürger.

Foto: Dirk Schäfer
Foto: Dirk Schäfer
Foto: Dirk Schäfer

9.15 Uhr: Das Rathaus wird zum Lagezentrum. Auf dem Parkplatz haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ihre Einsatzleitung aufgebaut.

9 Uhr: Ab sofort ist die Sicherheitszone quasi scharf geschaltet. Niemand darf sich mehr darin aufhalten. Die Kontroll-Teams starten ihre Rundgänge.

Foto: Volker Fuchs

8.45 Uhr Auch das Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks St. Wendel-Kernstadt liegt innerhalb des Gefahrenbereichs. Um einsatzbereit zu bleiben, wurden alle Fahrzeuge aus der Unterkunft geholt. Der Fuhrpark hat sich in der Jahnstraße positioniert.

8.30 Uhr: Noch eine halbe Stunde, dann müssen alle Anwohner ihre Zuhause verlassen haben. Wie Bürgermeister Peter Klär im Vorfeld berichtete, wurden an alle betroffenen Haushalte Flyer mit Verhaltensregeln verteilt. Um sicher zu gehen, dass jeder Bewohner dem Aufruf gefolgt ist, wird kontrolliert. Sieben Teams sind dafür eingeteilt. Sie treffen sich jetzt an dem jeweiligen Straßenzug, für den sie verantwortlich sind.

8 Uhr: Die Straßen innerhalb des Gefahrenbereichs sind gesperrt. Jetzt darf nur noch passieren, wer einen guten Grund hat. Wie Thomas Vogt, Leiter der Ortspolizeibehörde, im Vorfeld berichtet, könne ein solcher Grund sein, dass ein Autofahrer einen Bewohner abholen möchte.

Foto: Volker Fuchs

7.45 Uhr: Von der Sperrung (ab 8 Uhr) sind laut Stadt folgende Straßenabschnitte betroffen: Mommstraße (vom Landkreis-Gebäude bis Richtung Bahnunterführung Fausenmühle), Werkstraße zwischen Kreisverkehr an der Polizei und Einmündung Gregor-Wolf-Straße, Parkstraße ab Mitarbeiterparkplatz KSK bis Werkstraße, Mozartstraße, Schillerstraße ab Hausnummer 11/16 in Richtung Beethovenstraße, Beethovenstraße von Hausnummer 21/26 bis zur Werkstraße, Bergstraße ab Hausnummer 19/20 bergab bis Werkstraße, Josef-Bruch-Straße ab Hausnummer 10/15 bis zur Schmollstraße, Schmollstraße ab Hausnummer 12 in Richtung Werkstraße sowie Teile der Eisenbahnstraße (ab Einmündung Ziegeleistraße bis Einmündung Discounter).

7.30 Uhr: 400 Bürger müssen an diesem Sonntagmorgen evakuiert werden. In einem Radius von 300 Metern rund um den Fundort der Bombe auf dem Grundstück an der Ecke Werkstraße/St.Floriansweg darf sich während der Entschärfung niemand aufhalten. Die betroffenen Bewohner müssen sich auf ein paar Stunden außer Haus vorbereiten. Also, an Medikamente denken, eventuell spezielle Nahrung einpacken.